Kooperation geht weiter
Mitsubishi treibt den neuen Smart an

Im Nachfolgemodell des zweisitzigen Smart wird ein Motor von Mitsubishi werkeln. Bis das Modell auf der Straße rollt, müssen sich die Käufer aber noch ein wenig gedulden.

HB TOKIO. Die Technikehe kündigte der Chef der Daimler-Chrysler-Tochter, Ulrich Walker, am Mittwoch zum Auftakt der Tokyo Motor Show in Japan an. Dabei handelt es sich um den gleichen Motor wie im neuen „i“-Modell, das Mitsubishi am Mittwoch vorstellte. Der Kleinstwagen von Mitsubishi wird in der ersten Jahreshälfte 2006 in Japan auf den Markt kommen und ist der erste Miniflitzer in Japan überhaupt, der den Motor hinten hat. Dies hat Mitsubishi von Smart abgeguckt.

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Der neue Smart soll in der ersten Hälfte 2007 auf den Markt kommen, sagte Walker. Bis Ende dieses Jahres werde man zudem entscheiden, ob das Fahrzeug dann auch auf den USA-Markt starten solle. Anders als das gegenwärtige Modell ist der neue „fortwo“ unter anderem hinsichtlich der Abgasvorschriften und Crashsicherheit auch für den US-Markt geeignet. „Ich habe große Hoffnung, dass sich das Projekt rechnet, so dass wir auf den US-Markt gehen können“, sagte Walker.

Die Kooperation mit Mitsubishi laufe auch nach dem Ausstieg von Daimler-Chrysler aus dem aktiven Management bei dem japanischen Unternehmen sehr gut und gehe weiter. Walker war bis Juni 2004 bei Mitsubishi für Einkauf, Forschung, Produktplanung und Produktion zuständig.

Künftig solle die Marke Smart in Japan noch bekannter gemacht werden, sagte er. In den ersten fünf Jahren seit Markteinführung habe man bisher 20 000 Fahrzeuge verkauft - im Vergleich zu Kleinstwagen aus japanischer Produktion ist das fast nichts. Mitsubishi ist auf dem japanischen Markt für Kleinstwagen stark vertreten. Dort werden jährlich 1,8 Million Fahrzeuge verkauft und damit ein Drittel aller Pkw.

Hinsichtlich der Restrukturierung bei Smart sei man „gut unterwegs“, sagte Walker. Insgesamt verkaufte Smart weltweit in den ersten neun Monaten dieses Jahres 105 000 Fahrzeuge, eine Steigerung zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 6,6 Prozent. Im Jahr 2007 soll die Gewinnschwelle erreicht werden.

Man richte den Fokus fortan auf die beiden Modelle „fortwo“ und den viersitzen, gemeinsam mit Mitsubishi entwickelten „forfour“. 2007 solle auch über den Nachfolger des „forfour“ entschieden werden. Diese Überlegung schließe auch die Wahl eines weiteren Partners neben Mitsubishi ein. Den Wagen alleine zu produzieren, mache keinen Sinn, sagte Walker. Wichtig sei, dass man auf höhere Stückzahlen komme.

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