Kostenfalle Gebrauchtkauf?: Unsichere Kalkulationsbasis verunsichert Autokäufer

Kostenfalle Gebrauchtkauf?
Unsichere Kalkulationsbasis verunsichert Autokäufer

Autokäufer sind zurzeit nicht zu beneiden. Die Auswahl eines erschwinglichen Modells ist wegen der hohen Neuwagenpreise für viele ohnehin schwierig genug. Inzwischen bereiten aber auch Neben- und Unterhaltskosten zunehmend Kopfzerbrechen.

dpa/tmn BERLIN. Ständig steigende Spritpreise, Zusatzkosten wegen der Umweltzonen und dazu die Diskussion über die beschlossene Umstellung der Kfz-Steuer machen die Kalkulation, was ein neues Fahrzeug unterm Strich kosten wird, zum ungewissen Unterfangen.

Beim Sprit gehen Experten davon aus, dass die Preise auch in Zukunft anziehen werden. Welche Kosten durch die Umstellung der Kfz-Steuer dazukommen, ist allerdings schwer vorherzusagen. „Das ist ein bisschen wie Kaffeesatzleserei“, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. „Wir wissen ja nicht genau, was die da aushecken.“

Klar war bis zuletzt lediglich, dass die Bundesregierung die Bemessungsgrundlage ändern will. Von 2009 an soll die Steuer nicht mehr nach der Hubraumgröße errechnet werden, sondern nach dem Kohlendioxid-(CO2)-Ausstoß. Auch eine Umwelt-Kennzeichnung ist vorgesehen. Die Details sollen jedoch erst im Mai beschlossen werden.

Die Unsicherheit, was am Ende dabei herauskommt, könnte manche Verbraucher dazu veranlassen, ihre Kaufentscheidung hinauszuzögern, sagt Tryba. „Ein paar Unwägbarkeiten sind dabei.“ Bereits jetzt klagt die Automobilindustrie über ernste Absatzschwierigkeiten und Ertragseinbußen wegen der Kaufzurückhaltung der Privathaushalte. Die Voraussetzung dafür, dass das Geschäft 2008 wieder besser läuft, ist nach Ansicht des Branchenverbandes VDA in Frankfurt/Main eine schnelle Entscheidung der Bundesregierung über die Änderung der Kfz-Steuer.

Doch darauf sollten Verbraucher nicht hoffen, sagt Daniel Kluge vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin. „Jetzt heißt es „2009“, das ist aber keineswegs das letzte Wort.“ Gerade Gesetzesänderungen, die den Autobereich betreffen, seien in der Vergangenheit häufig verschoben worden. Als Beispiel nennt Kluge das lange Gezerre um die steuerliche Förderung des Nachrüstens von Rußpartikelfiltern.

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