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Kraftstoff-Besteuerung: EU plant Preisschock für Diesel-Fahrer

Die EU-Kommission will die Bevorzugung von Benzin auslaufen lassen. Die neue Besteuerung über den Energiegehalt des Sprit könnte Diesel auf einen Schlag 28 Cent pro Liter teurer machen.

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Die Europäische Kommission will Diesel im Vergleich zu Benzin künftig deutlich verteuern. Quelle: REUTERS
Die Europäische Kommission will Diesel im Vergleich zu Benzin künftig deutlich verteuern. Quelle: REUTERS

Die deutschen Autofahrer müssen sich auf einen noch höheren Dieselpreis einstellen. Die EU-Kommission will Diesel im Verhältnis zum Benzin deutlich verteuern und dazu den europäischen Mindeststeuersatz für Dieselkraftstoff entsprechend anheben. Ziel des Vorschlags, den der verantwortliche Kommissar Algirdas Semeta nächste Woche in Brüssel vorstellen will, ist es, alle Kraftstoffe künftig auf gleicher Grundlage zu besteuern. Statt wie bislang unterschiedliche Sätze für jede Spritart festzulegen und diese auf Basis der Menge zu erheben, „soll künftig eine Steuerregel für alle gelten“, erklärte der Sprecher. Ausschlaggebend sollen dann sowohl Energiegehalt als auch Emissionen sein. Einen entsprechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bestätigte ein Kommissionsprecher heute

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Künftig 75 Cent Steuer auf Diesel?

Das hätte für die deutschen Diesel-Nutzer möglicherweise Konsequenzen: Da ein Liter Diesel viel energiehaltiger ist als ein Liter Benzin, könnte sich der Dieselkraftstoff deutlich verteuern. Demnach müsste der Mindeststeuersatz für Diesel 17 Prozent über dem für Benzin liegen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Berechnungen von EU und Autobranche. Derzeit wird Diesel hierzulande mit 47 Cent pro Liter besteuert, Benzin mit 64 Cent. Wenn Deutschland den Satz für Benzin nicht senke, müsste der Preis für Diesel um rund 28 Cent auf knapp 75 Cent steigen, schreibt das Blatt. Grundsätzlich liegen die deutschen Steuersätze aber allesamt höher als die von der Kommission angestrebten, betonte der Sprecher.

Bis die neuen EU-Gesetze für die Verbraucher spürbar werden könnten, ist es also noch lange hin. Zwar strebt die Kommission an, dass die Richtlinie schon ab 2013 wirksam wird. Doch ob es dazu kommt, steht noch in den Sternen. Die Meinung vieler Mitgliedsländer zu dem Vorstoß ist offenbar noch unklar. Und Steuerfragen müssen in der EU einstimmig entschieden werden.

Erst ab 2020 wirksam

Und selbst wenn die Richtlinie im Wesentlichen unverändert wirksam werden sollte, hat die Kommission lange Übergangsfristen eingeplant. Schließlich solle der Industrie die Möglichkeit geben werden, sich auf die Neuregelung einzustellen, betonte der Sprecher.

Die Regelung für Benzin und Diesel soll laut FAZ aber erst 2020 voll greifen. „Was sich ändern würde, ist allerdings die nationale Steuerstruktur“, hieß es bei der Kommission.

Kritik kam vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Er warf der Kommission vor, mit ihrem Vorstoß technologische Fortschritte bei der Senkung des Treibhausgasausstoßes in der Dieseltechnik zu gefährden. Hier seien in der Vergangenheit große Schritte nach vorn gemacht worden.

Den Angaben des VDA zufolge waren im ersten Quartal 45,6 Prozent aller Neuzulassungen Diesel-Fahrzeuge. Bei den deutschen Herstellern habe der Anteil mit 51,1 Prozent noch höher gelegen. Diesel-Neuwagen sind in der Regel teurer als Benziner. Wegen ihrer Effizienz und dem in Deutschland geringeren Kosten für Diesel lohnt sich der höhere Anschaffungspreis jedoch auf lange Sicht.

Benzinpreise steigen weiter

Die Kraftstoffpreise sind derweil in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Für Superbenzin nannte der zweitgrößte deutsche Tankstellenbetreiber Shell am Donnerstag einen Durchschnittspreis von 1,57 Euro pro Liter. Diesel kostete 1,47 Euro, wie der Ölkonzern erklärte. Das sind beim Super ein Cent und beim Diesel zwei Cent mehr als die am Mittwoch vom ADAC veröffentlichten Durchschnittspreise.

25 Kommentare

  • 30.04.2011, 17:34 UhrAnonymer Benutzer: BerlinerPolitsumpf

    Der Berliner mafiöse Sumpf mit Bossin und Diktatorin Merkel macht in einer schwierigen Zeit alles noch Schlimmer.
    Merkels Öttingen will wohl RotGrün abstrafen!
    Es wird Zeit dass die abgewählt wird.
    Ich frage mich allerdings warum wir nicht den Mut haben die kleine Partei zu wählen die die Volksentscheidungen, wie Schweiz einführen will?
    SIst das deutsche Volk in dieser Richtung auch schon verblödet und kann sicht nicht selbst helfen??

  • 30.04.2011, 17:20 UhrAnonymer Benutzer: OhJournalistenVolksverdummer

    Das ist ~ok wenn gleichzeitig die Kfz Steuer gleichzeitig auf das Niveau der Benzinfahrzeuge gesenkt wird.
    Ich zahle zum Beispiel rund 200.-€ mehr Kfz Steuer als für
    einen vergleichbarer Benziner. Wenn der Preis für Diesel
    um 28 cent auf 1,75 € steigt, so ist der Diesel zwar 1und 10 % teurer der Verbrauch ist aber um mindestens 15% (bis 20 %)weniger. Man fährt also immer noch um die Kfz Steuerdifferenz günstiger,
    also bei meinem Diesel um rund 200€ im Jahr
    Also was Soll das Gejammere und das HANDELSBlatt sollte da mal mehr aufklären als den Jammerlappen hochhalten!

  • 09.04.2011, 10:40 UhrAnonymer Benutzer: tetenet

    Dieser "überraschende Plan" ist von alle EU Staaten in den 90er Jahren vereinbart worden. Angeleichung der Energiesteuersätze ist das Thema. Befremdlich die Sprache: seit fast hundert Jahre ist die unterschiedliche Steuer o.k. Nun ist das eine Subventionierung. Das mit den Energiegehalt ist auch schon gestzlich vereinbart: die Berechnung der Energiesteuer (vormals Mineralölsteuer) wird in Liter 15°C abgerechnet. Ab 2015 wird dies ein fiese Variable als THG Ä KG heißt Treibhausgas Äquivalent in kilogramm.
    Also was soll die Diskussion? Es ist schon lange Gesetzt und keiner hat hingehört.
    Wie ist es mit den zwei aktuellen Themen: einzige Energiequelle für private Haushalte: ausschließlich Strom (Bundespressekonferenz 07.07.2010 ca. Seite 254) bis 2030 und in allen Städten Europas KEINE Verbrennungsmotore zugelassen....

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