Krise ist bei Harley-Davidson ein Fremdwort
Harley-Davidson setzt auf junge Kunden

Der älteste existierende Motorradhersteller will in der Saison 2005 mit neuen Modellen und der Marke „Buell“ auch die sportlich ambitionierten Biker anlocken.

FRANKFURT. Ein richtiger Harley-Fahrer, der liegt förmlich in seiner Maschine. Cooler Blick, die Beine weit nach vorn gestreckt, den Kopf hoch erhoben dem Wind darbietend. Ja, Dennis Hopper hat im Film „Easy Rider“ das Image vom typischen amerikanischen Chopper geprägt. Doch die Generation, die dazu geboren wurde, wild zu sein, ist in die Jahre gekommen. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die schweren Harley-Davidson-Motorräder besonders bei reichen, bequemen, alten Männern beliebt sind.

„Mit 43 ist nicht mehr ein hoher Adrenalinspiegel, sondern purer Genuss gefragt“, sagt denn auch Günther Kanz von der „Harley-Davidson-Factory“ in Frankfurt. Seinen treuen Fans, die sich ab 40 ihren Traum von der Freiheit erfüllen, verdankt Harley-Davidson ihren weltweiten Erfolg. Das Wort Krise ist für den 1903 gegründeten US-Motorradhersteller seit Jahrzehnten ein Fremdwort. Das Unternehmen steigerte so seinen Umsatz im Schlussquartal 2004 um 5,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte zum Vorjahreszeitraum um 14,5 Prozent auf 209 Millionen Dollar.

Und doch gab es einen kleinen Schönheitsfehler: Der Europaabsatz war rückläufig. Harley-Davidson reagierte mit Preissenkungen. „Wenn jemand sich für eine Harley-Davidson interessiert, denkt er meist, die Maschine kostet mindestens 15 000 Euro. Dabei geht es schon bei 8 000 Euro los“, sagt Kanz. Die Preisoffensive ist Teil einer Frischzellenkur, die sich das Traditionsunternehmen für den europäischen Markt verordnet hat.

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