Kuriose Statistik aus USA

Diebe bevorzugen Langweiler-Autos

Wenn der Wagen mit laufendem Motor und ohne Fahrer auf der Straße steht, haben es Diebe leicht. Außer natürlich, es ist ein Schaltwagen. Die Statistik der meistgestohlenen Autos in den USA zeigt so ihre Besonderheiten.
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Bilder wie dieses (gestellte) gehören der Vergangenheit an. Längst arbeiten moderne Autodiebe elektronisch. Quelle: Bilderberg

Bilder wie dieses (gestellte) gehören der Vergangenheit an. Längst arbeiten moderne Autodiebe elektronisch.

(Foto: Bilderberg)

Bekanntlich ist in den USA alles größer als anderswo: die Steaks, der Patriotismus und die Bäume an der Westküste zum Beispiel. Darauf sind die Amerikaner zu Recht stolz. Dass sie jedoch mit einem anderen, weniger ruhmreichen Rekord ebenfalls an der Weltspitze liegen, passt zwar ins Bild, gefällt ihnen aber überhaupt nicht: Jüngst vorgelegte Zahlen belegen, dass zwischen New York und Los Angeles alle 45 Sekunden ein Auto seinen Besitzer wechselt. Nicht freiwillig, sondern weil Diebe ihre langen Finger im Spiel haben. Zum Vergleich: In Deutschland wurde 2013 "nur" alle halbe Stunde ein Auto geklaut.

Kuriosität 1: Haben FBI und die oberste Sicherheitsbehörde der Versicherungen in den USA recht, so tragen bei fast der Hälfte aller Autodiebstähle die Fahrzeugbesitzer zumindest eine erhebliche Mitschuld, weil sie sich schlampig verhalten.

So ist es in den USA praktisch an der Tagesordnung, dass Sheriffs und Behörden auffordern: „Lassen Sie die Autoschlüssel nicht im Zündschloss stecken, schließen Sie die Fenster, verriegeln Sie die Türen, und parken Sie nachts in gut beleuchteten Gegenden."

Das sind die Autos, die Diebe lieben
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Auf der Rangliste der bei Autodieben beliebtesten Marken hat Audi den bayerischen Autobauer BMW überholt. Nach der Kfz-Diebstahlstatistik 2013, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute veröffentlichte, stieg die Zahl gestohlener Audis im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf insgesamt 2.841 Fahrzeuge.

Die Diebstahlrate von Audi kletterte damit von 1,0 auf 1,2 pro 1.000 kaskoversicherter Pkw. Besonders von Diebstählen betroffen waren Besitzer der Sport-Limousinen S4, S3 und S6.

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Eine höhere Diebstahlrate als Audi erreichte 2013 nur noch Land Rover: 192 gestohlene SUVs dieser Marke ergaben eine Diebstahlrate von 3,1. Was aber eher an Range Rover liegt, als an Land Rover oder Jaguar ...

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Hinter Land Rover und Audi auf Platz 3 liegt BMW: Mit 2.748 Autos wurden rund vier Prozent weniger Fahrzeuge dieses Herstellers gestohlen als im Vorjahr, die Diebstahlhäufigkeit sank von 1,1 auf 1,0 pro 1.000 kaskoversicherter BMW.

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Am häufigsten gestohlen wurden aber - wie in den beiden Vorjahren - wieder die BMW-Modelle X6 und X5. Ganz oben auf der Liste der Lieblinge der Autodiebe: Der X6 Xdrive 4.0 D, mit einer Diebstahlrate von 21,9 Autos je 1.000 kaskoversicherter PKW. Für die Versicherung bedeutete dies jeweils ein Schadenaufwand von 47.404 Euro.

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Platz 2: Lexus RX350

Diebstahlrate je 1.000 kaskoversicherter PKW: 15,2

Durchschnittl. Schadenaufwand: 49.006 Euro

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Platz 3: BMW X5 / X6 3.0 SD

Diebstahlrate je 1.000 kaskoversicherter PKW: 14,9

Durchschnittl. Schadenaufwand: 39.093 Euro

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Platz 4: BMW M3 Coupé

Diebstahlrate je 1.000 kaskoversicherter PKW: 13,1

Durchschnittl. Schadenaufwand: 37.101 Euro

Kuriosität 2: Im Sommer und im Winter explodieren Diebstahlquoten geradezu, wegen einer weit verbreiteten Unsitte, die speziell in den Vorstädten schön zu beobachten ist. Wenn die Temperaturen besonders hoch oder besonders niedrig sind, stehen überall Autos mit laufendem Motor in der Garageneinfahrt, damit man im Winter ins kuschelig warm aufgeheizte und im Sommer durch die Klimaanlage tiefgekühlte Auto steigen kann. „Potenzielle Diebe fahren gezielt durch die Siedlungen und suchen leere Autos mit laufenden Motoren", hat die Polizei beobachtet.

Allein in Maryland werden im vergangenen Winter 4.000 Autos gestohlen, weil ihre Besitzer sie nur schnell aufwärmen wollten. In Maryland und einigen anderen Bundesstaaten kostet es deshalb neuerdings 70 Dollar Strafe, wenn ein herrenloses Auto mit laufendem Motor erwischt wird.

Kuriosität 3: Anderswo in den USA gehen Autodiebe mit Brachialgewalt vor. Detroit zum Beispiel trägt neuerdings den wenig schmeichelhaften Beinamen "Carjack City" (frei übersetzt: Stadt der Autoräuber). In ehemals blühenden Autostadt erscheinen bis an die Zähne bewaffnete Gangster vorzugsweise an Tankstellen und nehmen den Besitzern die frisch betankten Fahrzeuge ab. 720 solcher Fälle zählte die Polizei im vergangenen Jahr, und auch in anderen Städten ist Carjacking im Kommen. In Memphis/Tennessee gab es zur gleichen Zeit 400 und in Newark/New Jersey 382 ähnliche Fälle.

Diebe fahren auf Honda und Pick ups ab
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