Laut aktueller Studie
Deutsche Brummi-Bauer fahren falsche Asien-Strategie

Die deutschen Lkw-Hersteller verfolgen nach Ansicht von Branchenexperten in der Boomregion Asien die falsche Strategie und laufen in Gefahr, den Anschluss zu verpassen.

HB FRANKFURT/M. "Bislang haben deutsche Produzenten entweder eine stark zentralisierte Strategie verfolgt oder aber lokalen Niederlassungen weit gehende Entscheidungsfreiheit gelassen", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Wirtschaftsberatungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC). Nachhaltige Erfolge habe keiner dieser beiden Ansätze gebracht.

Besser sei eine Strategie, die einen lokalen Fokus mit den Anforderungen einer global organisierten Industrie verbindet, erklärte Karl Gadesmann, Autoexperte von PwC. Um dabei das Image der Kernmarke nicht zu verwässern, sei dafür möglicherweise der Aufbau einer Zweitmarke sinnvoll.

Wie wichtig die asiatischen Märkte sind, zeigen laut PwC folgende Zahlen: Allein in China und Indien wurden 2005 über 380 000 mittelschwere und schwere Lkw neu zugelassen, gegenüber 85 000 in Deutschland. Viele deutsche Nutzfahrzeughersteller konzentrierten sich bei der Planung ihrer Absatz- und Produktstrategien nach wie vor auf die reifen Märkte der Industrieländer mit niedrigen organischen Wachstumsraten und zyklischen Konjunkturschwankungen. "Doch wer den gegenwärtigen Absatzboom in den Emerging Economies verpasst, wird den Rückstand dort langfristig kaum aufholen können", warnte Gadesmann.

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