LED-Scheinwerfer dürften sich bis spätestens 2010 durchgesetzt haben
Was hinter Halogen und Xenon steckt

Kaum jemand weiß wirklich, was hinter dem Glas der Scheinwerfer für das Licht in der Nacht sorgt. Es gibt unterschiedliche Arten von Halogenlampen und Xenon oder Bi-Xenon. Und bald wird die Lichterzeugung noch einmal revolutioniert werden.

dpa/gms AACHEN/LIPPSTADT. Zu den bekanntesten Größen im Leuchten-Dschungel gehört die H4-Lampe. „Diese Lampen sind in den achtziger Jahren zum Standard geworden“, sagt Magnus Geisler vom Adac-Technikzentrum im bayrischen Landsberg. Ihre Vorteile überstrahlten im wahrsten Wortsinn die bis dahin üblichen Bilux-Lampen. „Durch die Füllung mit Halogen konnte die so genannte Glühwendel heißer werden, ohne kaputt zu gehen. So wurde mehr Licht erzeugt, ohne mehr Leistung zu erfordern.“

Heute sind H4-Leuchten immer noch im Gebrauch und haben sogar eine Sonderstellung: „Die H4-Leuchten sind die einzigen Zweifadenlampen“, erklärt Ulrich Köster vom Scheinwerfer-Hersteller Hella in Lippstadt. „Das bedeutet, dass Abblend- und Fernlicht aus einem Scheinwerfer kommen können.“

Daneben gibt es eine Reihe von Einfaden-Halogenlampen - von H1 über H3 bis H7 oder H11. Diese Lampen sind auf die gebräuchlichen Klarglas-Scheinwerfer abgestimmt. Während das Licht früher durch die geriffelten Streuscheiben der Scheinwerfer verteilt wurde, regelt dies heute die Anordnung der Spiegel in den Reflektoren. Das Ergebnis zeigt sich bei der Lichtausbeute: „Bei Scheinwerfern mit Streuscheiben hatte man eine Lichtausbeute von 20 bis 30 Prozent - nur so viel Licht kam durch“, erklärt Gunnar Eberhardt vom Hersteller Osram in München. Heute liege der Wirkungsgrad bei rund 50 Prozent.

Anders als Einfaden-Lampen, bei denen immer ein Draht zum Glühen gebracht wird, funktionieren Xenon-Lampen: „Hier handelt es sich um ein kleines, mit Xenon-Gas gefülltes Glasgefäß“, sagt Philips-Sprecherin Alexandra Guennewig in Aachen. „Darin stehen sich zwei Elektroden gegenüber, zwischen denen ein Lichtbogen erzeugt wird.“ Auf diese Weise kann im Vergleich zu Halogen 300 Prozent mehr Licht erzeugt werden. „Man sieht 50 bis 70 Meter weiter und hat auch mehr Licht zum Ausleuchten des Straßenrandes.“

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