Limousinendienste
Konkurrenz fürs Taxi kommt per App

Limousine mit Chauffeur statt Taxi oder U-Bahn - das ist nicht nur eine Alternative für wohlhabende Geschäftsleute, sondern auch für junge Großstädter ohne Auto. Gleich mehrere neue Firmen greifen das Taxigewerbe an.
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HamburgCarsten Maschmeyer investiert gern in aussichtsreiche Start-Up-Unternehmen. So ist der Gründer und frühere Chef des Finanzvertriebs AWD bei dem Limousinen-Service Blacklane mit elf Prozent eingestiegen. Mit dem Geld von Maschmeyer und anderen Risiko-Investoren hat das Berliner Unternehmen einen zügigen Expansionskurs eingeschlagen.

Die Geschäftsidee: Blacklane bietet Limousinen mit Chauffeur an. Über eine Smartphone-App oder die Internet-Seite kann der Kunde entweder für eine Strecke oder für eine bestimmte Zeit einen Wagen mit Fahrer bestellen. Zur Auswahl stehen drei Fahrzeug-Kategorien. Dabei hat Blacklane keinen eigenen Fuhrpark, sondern nutzt freie Kapazitäten anderer Limousinenvermieter.

Erst vor gut eineinhalb Jahren ist Blacklane mit fünf Limousinen in Berlin gestartet; mittlerweile ist der Service in 15 deutschen Städten sowie zehn weiteren europäischen Metropolen verfügbar. Mehr als 1000 Fahrzeuge fahren für Blacklane. Im vergangenen Monat expandierte das Unternehmen sogar in die USA und startete das Geschäft in Chicago.

"Längst gehören nicht nur Geschäftsreisende zu den Fahrgästen, sondern auch Einwohner der jeweiligen Städte", sagt Frank Steuer, einer der beiden Unternehmensgründer. "Auch anspruchsvolle Touristen nutzen den Chauffeurservice regelmäßig." In den USA, wo Taxis nicht immer komfortabel sind und Taxifahrer nicht immer englisch sprechen, sind Limousinendienste relativ verbreitet. Das US-Unternehmen Uber aus San Francisco, das vor allem Luxusautos im Angebot hat, ist bereits in Berlin präsent und will in Deutschland weitere Städte erobern.

Und auch der Autovermieter Sixt hat in diesem Jahr mit myDriver einen Limo-Service an den Start gebracht und auf mittlerweile ein Dutzend deutsche Städte ausgeweitet. Die Sixt-Tochter geht das Taxigewerbe besonders offensiv an und wirbt mit "Luxus zum Taxitarif". Alle Anbieter versprechen hochwertige und saubere Fahrzeuge, höfliche und gut ausgebildete Chauffeure und transparente und voraussehbarer Preise. Sie wollen mit Qualität und Service punkten.

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