Los Angeles Auto-Show
GM will mit Hybrid-Modell weg vom Spritschlucker-Image

Der Verluste schreibende US-Autobauer GM setzt verstärkt auf Umwelttechnologien und schließt sich damit dem Trend zu spritsparenden Modellen auf seinem Heimmarkt an. Als weltweit erster Hersteller will der Konzern ein wiederaufladbares Hybrid-Fahrzeug entwickeln.

HB LOS ANGELES. Die Technologie soll auf Kurzstrecken ein Umsteigen auf Batterieantrieb erlauben. Nach der Fahrt kann der Wagen in der Garage über die Steckdose wieder aufgeladen werden. Geplant sei ein Elektro-Hybrid-Modell des sportlichen Geländewagens (SUV) Saturn Vue, wie der Konzern am Mittwochabend mitteilte. Dieser soll nur halb so viel Treibstoff verbrauchen wie der jetzige SUV.

„Die technologischen Hürden sind hoch, aber wir glauben, dass sie auch zu überwinden sind“, sagte GM-Chef Rick Wagoner bei einem Auftritt auf der Auto-Show in Los Angeles. Die Entwicklung der Elektro-Hybrid-Technik stelle eine der „obersten Prioritäten“ des Konzerns dar. „Bei Energie und Umwelt die Führung zu übernehmen, sehen wir als wichtiges Element der Umstrukturierung bei GM“, sagte er. Wagoner ließ aber offen, wann der erste Wagen mit der Technologie auf den Markt kommen wird. Neben dem geplanten Saturn Vue Green Line sollen auch weitere Modelle wie die Limousine Chevrolet Malibu mit der Elektro-Hybrid-Technik ausgestattet werden. Experten rechnen damit, dass der Konzern im Januar bei der Autoschau in Detroit seine Pläne konkretisieren wird.

Konventionelle SUV-Fahrzeuge haben zumeist einen extrem hohen Verbrauch. Mit der neuen Umwelttechnologie will GM weg von dem Image, ein Hersteller von spritschluckenden Fahrzeugen zu sein. Vor allem die Japaner - allen voran Toyota - haben GM, Ford und Chrysler mit benzinsparenderen Modellen Marktanteile in den USA abgejagt. Dem Branchenprimus wurde zudem vorgeworfen, ein Entwicklungsprogramm für umweltfreundlichere Fahrzeuge in Kalifornien ausgebremst zu haben. Mit dem nun vorgestellten Plan wolle GM zu Zeiten stagnierender Autoabsätze seinen guten Willen bezeugen, sagten Experten. 2008 will der Hersteller bereits mit dem Verkauf eines Hybrid-Fahrzeugs beginnen, dass mit einem „Zwei-Modi“-Elektromotor ausgerüstet ist. Diesen hatte der Konzern gemeinsam mit DaimlerChrysler und BMW entwickelt.

Bei dem Versuch auf dem weltweit größten Automarkt mit verbrauchsärmeren Modellen zu punkten, hatten große deutsche Hersteller zuletzt den Verkauf von Diesel-Modellen angekündigt. Mercedes-Benz, VW und Audi und DaimlerChrysler wollen in dieser Hinsicht zusammenarbeiten. BMW nimmt an der Allianz nicht teil und entwickelt eine eigene Technologie für eine flächendeckende US-Zulassung. Diesel-Motoren sind verbrauchsärmer als Benzin-Antriebe, fristen in den USA aber ein Schattendasein.

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