Los Angeles Auto Show
VW stellt Microbus-Studie mit Brennstoffzelle vor

dpa/tmn LOS ANGELES. Volkswagen hat einen umweltfreundlichen Microbus für den Stadtverkehr von Morgen entworfen. Auf der Los Angeles Auto Show (16. bis 25. November) stellt der Wolfsburger Autohersteller die Studie „Space Up! Blue“ vor.

Dabei handelt es sich um einen nur 3,68 Meter langen, 1,63 Meter breiten, 1,57 Meter hohen und 1 090 Kilogramm schweren Viersitzer im Stil des Samba Bus von VW aus den 50er Jahren, der von einem Elektromotor im Heck angetrieben wird. Das 45 kW/61 PS starke E-Aggregat bezieht seine Energie aus einer neuen Hochtemperatur-Brennstoffzelle.

Die im Vorderwagen untergebrachte Kraftquelle speist ein Batteriepack aus zwölf Lithium-Ionen-Zellen, das unter der Rückbank angeordnet ist. Im reinen Batteriebetrieb kann der „Space Up! Blue“ laut VW 100 Kilometer fahren, ohne dabei jegliche Emissionen auszustoßen. Die Brennstoffzelle kann unterwegs Strom für weitere 250 Kilometer nachliefern. Ist diese Energieladung verbraucht, wird an der Steckdose nachgeladen. Zusätzlich kann ein großes Solarpanel auf dem Dach bis zu 150 Watt in die Fahrzeugbatterie einspeisen.

Die Hochtemperatur-Brennstoffzelle, in der aus Wasserstoff elektrische Energie erzeugt wird, birgt dem Hersteller zufolge Vorteile gegenüber anderen Brennstoffzellen-Systemen: Sie sei deutlich leichter, alltagstauglicher und lasse sich günstiger herstellen. Dadurch stiegen die Chancen, die alternative Antriebstechnologie eines Tages in der Großserie zu produzieren.

Das Design der Microbus-Studie erinnert mit den kleinen seitlichen Dachfenstern an den Samba Bus von VW aus den 50er Jahren. Zwar handelt es sich beim „Space Up! Blue“ einem VW-Sprecher zufolge um ein voll fahrfähiges Auto. Allerdings sei es noch ein Einzelstück, das lediglich zeigen soll, was innerhalb der geplanten neuen Kleinwagenserie „New Small Family“ von VW möglich ist.

Bereits auf der IAA in Frankfurt und auf der Motor Show in Tokio hatte VW mit dem „Up!“ und dem „Space Up!“ - einem priffigen Kleinwagen und einem Minivan - zwei Fahrzeugentwürfe für den Stadtverkehr der Zukunft präsentiert. Hinter der „New Small Family“ steckt laut dem Sprecher die Idee eines flexiblen Baureihenkonzepts, das nach dem Baukastenprinzip verschiedene Modellvarianten mit unterschiedlichen Antriebskonzepten ermöglichen soll.

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