Luxus-Autos

Bentley kündigt seinen ersten Diesel an

Im übernächsten Jahr will die VW-Luxusmarke Bentley das stärkste, schnellste und luxuriöseste SUV auf dem Weltmarkt bauen. Rund 200.000 Euro teuer - und wahlweise als Zwölfzylinder oder als Selbstzünder erhältlich.
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Bentley-Studie EXP 9F Quelle: PR

Bentley-Studie EXP 9F

(Foto: PR)

Das erste Sport-Utility-Vehicle (SUV) der englischen Luxusmarke Bentley wird mit einem Zwölf-Zylinder-Motor ausgerüstet. Wolfgang Dürheimer, Vorstandsvorsitzender des zum Volkswagen-Konzern gehörenden Traditionsunternehmen bestätigte dies jetzt. Ferner wird der Nobel-Hersteller sein erstes Diesel-Fahrzeug auf den Markt bringen. Einen ersten Ausblick auf das neue Modell gab Bentley mit dem EXP 9 F vor zweieinhalb Jahren auf dem Genfer Autosalon.

Dürheimers Aussagen zufolge wird das für 2016 avisierte neue Modell „das stärkste, schnellste und luxuriöseste SUV auf dem Weltmarkt“ sein. Potenzielle Kunden können davon ausgehen, dass es auch das teuerste sein wird. Zwar fehlen konkrete Angaben zur Preispositionierung noch, doch als Richtwert darf ein Betrag von 200.000 Euro gelten.

Das ist das Autoreich von VW
Bentley - Umsatz: 887 Millionen Euro - Gewinn: 95 Millionen Euro (+ 37 Millionen Euro)*
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Die britische Nobeltochter ist das Übrigbleibsel aus einer Übernahmeschlacht im Jahr 1998 zwischen BMW und Volkswagen um Rolls-Royce, in der sich die Wolfsburger am Ende durchsetzten, doch auch einen Streit um Markenrechte lostraten, der am Ende in der Scheidung der beiden britischen Marken gipfelte. Mittlerweile sind die Briten auch außerordentlich profitabel - und längst mehr als ein Imageprodukt.

*im ersten Halbjahr 2014

Seat - Umsatz: 3,9 Milliarden Euro - Verlust: 37 Millionen Euro (+ 3 Millionen Euro)
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Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns verkauft zwar - auch durch den Erfolg des Leon - wieder deutlich mehr Autos. Doch profitabel sind die Spanier immer noch nicht. Das Unternehmen, das in seiner Historie eine enge Beziehung zu Fiat pflegte, ist seit 1986 Teil des Markenreiches der Wolfsburger.

VW Nutzfahrzeuge - Umsatz: 4,7 Milliarden Euro - Gewinn: 280 Millionen Euro (+ 34 Millionen Euro)
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Als eigene Marke im VW-Konzern wird die Nutzfahrzeugsparte seit 1995 geführt. Mit dem Tranporter haben die Hannoveraner eines der bekanntesten Modelle des Segments im Portfolio. Doch insgesamt bewegt sich VW Nutzfahrzeuge in schwierigem Gelände: Vor allem braucht man dringend einen Großtransporter, wenn die Gemeinschaftsproduktion mit Daimler ausläuft.

Scania - Umsatz: 5,1 Milliarden Euro - Gewinn: 476 Millionen Euro (+ 12 Millionen Euro)
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Nachdem Volvo vergeblich versucht hatte, bei Scania das Steuer zu übernehmen, griff 1999 der VW-Konzern zu. Um aus Scania und MAN einen neuen Nutzfahrzeugriesen zu schaffen, zog man in diesem Jahr in Wolfsburg die Zügel an - und übernahm alle Aktien der Schweden. Bald könnte sich das Unternehmen von der Börse verabschieden.

Skoda - Umsatz: 6,0 Milliarden Euro - Gewinn: 425 Millionen Euro (+ 182 Millionen Euro)
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Die Tschechen sind einer der großen Gewinnbringer im VW-Konzern. Kein Wunder, dass der Fabia das erste Auto aus der Kleinwagenriege ist, das auf dem neuen Baukasten-System basiert. 1990 nutzte VW die Gunst der Stunde und setzte sich beim Privatisierungsverkauf gegen Renault und BMW durch. Seitdem geht es steil aufwärts für Skoda.

MAN - Umsatz: 6,7 Milliarden Euro - Gewinn: 222 Millionen Euro (+ 346 Millionen Euro)
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Die zweite Lkw-Tochter macht endlich wieder Gewinn. Doch wie es mit den Münchenern weitergeht, ist weiterhin ungewiss. Denn die Allianz mit der Konzernschwester Scania geht nur schleppend voran - zu groß scheinen die Gräben zwischen den Schweden und den Bayern.

Porsche - Umsatz: 8,2 Milliarden Euro - Gewinn: 1,4 Milliarden Euro (+ 104 Millionen Euro)
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Gewinne, Gewinne, Gewinne - der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen fährt bei der Rendite allen anderen Autobauern davon. Mit einer Hybrid-Offensive will Porsche auch beim Verbrauch in die Spitzengruppe vorstoßen. Ihre Unabgängigkeit verloren die Schwaben im Jahr 2009 - nachdem sie ihrerseits vergeblich versucht hatte, den größeren Konkurrenten Volkswagen zu übernehmen.

Der Zwölfzylinder-Motor basiert auf dem schon länger im Konzern verwendeten W12-Aggregat, das allerdings von Bentley mit zwei Turboladern bestückt wird und in den verschiedenen Modellen der Continental-Baureihen zwischen 560 PS und 630 PS leistete. Dass das neue SUV mit weniger als 600 PS angeboten wird, ist deshalb nicht zu erwarten.

Gleichzeitig wird der VW-Konzern die Produktion seiner W12-Aggregate am Bentley-Standort im mittelenglischen Grewe konzentrieren Bei der dortigen Belegschaft, die in manuellen Luxus-Anfertigungen als sehr erfahren und kompetent gilt, wird außerdem die Verarbeitung hochwertiger Holz- und Leder-Ausstattungen für den ganzen Konzern zusammengefasst.

Bentley-Studie EXP 9F Quelle: PR

Bentley-Studie EXP 9F

(Foto: PR)

Nach den Planungen der Bentley-Verantwortlichen soll dem ersten SUV mit dem Zwölf-Zylinder-Ottomotor bereits nach einem Jahr eine Ergänzung des Motorangebots folgen. Während des Ausbaus der Modellreihe ist somit eine weitere Premiere vorgesehen. Nach Wolfgang Dürheimers Worten ist die Entscheidung über eine Diesel-Variante gefallen.

Allerdings wird es nicht der zuletzt im Audi Q7 eingesetzte 6,0-Liter-Selbstzünder sein, sondern ein V8-Motor, der mit großer Wahrscheinlichkeit auf den bereits im Audi A8 und VW Touareg verwendeten Antrieb basiert. Zur Vervollständigung der neuen Modellreihe käme dann noch ein Plug-in-Hybrid in Betracht, wie ihn Porsche jetzt für den Cayenne vorstellte.

Bentley-Studie EXP 9F Quelle: PR

Bentley-Studie EXP 9F

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Überlegungen, einen Dieselmotor ins Programm zu nehmen, gibt es bei Bentley schon seit vielen Jahren. Zu Testzwecken sind vor längerer Zeit Limousinen damit bestückt worden, die aber über das Versuchsstadium nicht hinaus kamen. Weil der Diesel bauartbedingt über ein höheres Drehmoment verfügt als Otto-Motoren gleichen Hubraums, wurde dieser Antrieb als sehr geeignet für eine Bentley-typische Art der Fortbewegung angesehen.

Da aber in den beiden wichtigsten Absatzgebieten der Luxusmarke, USA und China, Dieselantriebe nicht so wohlgelitten sind wie in Europa, hatte man bislang Abstand von einem derartigen Projekt genommen. 

Bentley-Studie EXP 9F Quelle: PR

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Dürheimer verfügt schon über Erfahrungen mit der Verwandlung eines reinen Anbieters von Ottomotoren zum Vollsortimenter. Als Entwicklungschef bei Porsche brachte er die Adaption des Selbstzünders für den Cayenne auf den Weg. Der Bentley-Chef geht davon aus, dass sein Unternehmen mit Hilfe des neuen Luxus-SUV bereits deutlich vor 2020 weltweit mehr als 15 000 Fahrzeuge absetzen kann. Das wären nahezu 50 Prozent mehr als gegenwärtig. (ampnet/afb)

  • Axel F. Busse
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