Marktanalyse: Neuwagenpreis steigt um 3.000 Euro

Marktanalyse
Neuwagenpreis steigt um 3.000 Euro

Der Durchschnittspreis für einen Neuwagen in Deutschland ist 2010 um 3.000 Euro auf 26.800 Euro gestiegen. Das geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens R. L. Polk hervor. Hintergrund sind aber nicht Erhöhungen der Autobauer, sondern der Effekt der Abwrackprämie im Jahr 2009.
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Im Zuge der staatlich subventionierten Abwrackprämie fielen 2009 die durchschnittlichen Neuwagenpreise, weil vergleichsweise viele billige Kleinwagen verkauft worden waren. 2010 kehrten die Preise wieder knapp unter das Niveau des Jahres 2008 zurück. Von 2005 bis 2008 waren die durchschnittlichen Preise für neue Pkw jährlich zwischen vier und sechs Prozent gestiegen. Wie aus der Untersuchung weiter hervorgeht, erzielten unter den 20 größten Marken Audi, BMW und Mercedes die höchsten Durchschnittspreise. An der Spitze liegt Mercedes mit rund 40.000 Euro.

Die Marke mit dem niedrigsten Durchschnittspreis war Dacia mit knapp 11.200 Euro, allerdings war dies ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2008. Weiterhin kommt die vierteljährliche Untersuchung des deutschen Neuwagen-Marktes zu dem Ergebnis, dass der Trend zum SUV sich besonders stark bei den Internetkäufern zeigt. Abgeleitet wird dieses Ergebnis aus den insgesamt 1.406.792 Preisvergleichen, die auf dem Neuwagenportal MeinAuto.de in 2010 für diese Modellklasse durchgeführt wurden. Damit lagen die geländegängigen Fahrzeuge vor der Kompaktklasse und den Kleinwagen.

VW Golf am beliebtesten

Legt man die Zahl der stattgefundenen online-Preisvergleiche zugrunde, so war mit Blick auf einzelne Modelle 2010 der VW Golf im deutschen Gesamtmarkt das mit Abstand beliebteste Modell (318.094 Preisvergleiche, + 9,4% im Vergleich zu 2009). Auf Platz 2 liegt der Nissan Qashqai, vor dem Skoda Octavia.

Bezüglich der Entwicklung der Nachlässe auf Neuwagen rechnet Alexander Bugge von MeinAuto.de insbesondere bei den volumenstarken Importmarken Fiat, Citroën oder Ford auch 2011 mit Nachlässen zwischen 20 und 30 Prozent auf den Listenpreis. Anders sehe es bei deutschen Marken aus, hier müssten sich die Kunden wohl mit maximalen Rabatten zwischen 10 und 15 Prozent begnügen.

Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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