Marktanteil auf sechs Prozent gestiegen
Biokraftstoff-Hersteller wollen weiter gefördert werden

Die Hersteller von Biokraftstoffen lehnen die von der großen Koalition geplante Erhebung von Mineralölsteuer auf Biodiesel ab.

HB BERLIN. „Das würde bedeuten, dass der reine Biodiesel keine Chancen mehr auf dem Markt hat“, sagte der Chef der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Klaus Kliem, am Montag in Berlin. Auch die Verpflichtung der Mineralölfirmen zur Beimischung des Ökotreibstoffs sei keine Lösung, weil die Konzerne dann den Preis diktieren könnten. Der Verband fordert eine differenzierte Lösung für die verschiedenen Biokraftstoffe.

Kliem zufolge expandierte die Branche in diesem Jahr kräftig. Der Produktion von Biodiesel habe sich um 50 Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen erhöht. Größter Abnehmer sind Großspeditionen sowie der öffentliche Nahverkehr mit rund einer Million Tonnen. Die Mineralölindustrie verarbeite 600.000 Tonnen, Tankstellen seien mit 200.000 Tonnen Absatz der drittgrößte Kunde.

In den kommenden Jahren wird der Boom bei Biokraftstoffen nach Verbandsschätzung bei einer weiteren Förderung anhalten.

Der Marktanteil des Biodiesels liege derzeit bei sechs Prozent.

Bis 2007 sind laut UFOP Anlagen geplant, die eine Kapazitätsausweitung auf drei Millionen Tonnen Jahresproduktion ermöglichen würden. Langfristig nehme die Bedeutung der Biosprits auch europaweit zu. „In zehn Jahren werden 50 Millionen Hektar Land nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion benötigt“, erläuterte Kliem. Rein rechnerisch ergibt sich daraus ein Produktionspotenzial von gut 190 Millionen Tonnen Biokraftstoff.

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