Marktanteil klassischer Schaltungen soll bis 2012 um fast zehn Prozent zurückgehen
Automatikgetriebe legen einen Gang zu

Immer mehr Auto-Käufer entscheiden sich für Automatikgetriebe. Neben den konventionellen Vollautomatikgetrieben mit Drehmomentwandler sollen vor allem automatisierte Schaltgetriebe (ASG), zu denen auch die sogenannte Direktschaltung (DSG) zählt, sowie stufenlose Getriebe (CVT) den Handschaltgetrieben Marktanteile abnehmen.

BERLIN. Automatikmodus auf „S“ wie Sport und Fuß aufs Gas: Wie von einer gigantischen Feder gezogen sprintet das Auto nach vorn. Die Gangwechsel erfolgen so blitzschnell, als würde das Auto mitdenken – es denkt mit! Im neuen Golf 2,0 TDI übernimmt ein so genanntes Direktschaltgetriebe (DSG) die Schaltarbeit. Das Getriebe hat zwei Kupplungen: Während der Wagen im dritten Gang fährt, ist der vierte schon eingelegt. Beim Schaltvorgang öffnet Kupplung 1, gleichzeitig schließt Kupplung 2, ohne den Kraftfluss zu unterbrechen. Genauso beim Herunterschalten: Die Elektronik erkennt, was der Fahrer will und hält immer das passende Zahnradpaar bereit. Die Schaltzeiten schrumpfen so auf Millisekunden – egal, ob man im Automatikmodus fährt oder die Gänge manuell per Tiptronic wählt.

Ruckfrei schalten und zügig beschleunigen: Das sind die größten Stärken des DSG und haben es zu einer Erfolgsstory gemacht. Nach der Premiere im Golf R32 im vergangenen Jahr entscheiden sich immer mehr Käufer für die innovative Getriebe-Automatik, die inzwischen auch für andere Modelle des Volkswagenkonzerns geordert werden kann, zum Beispiel für den Kompaktvan Touran, Audi A3, Audi TT, Seat Altea oder den Skoda Oktavia.

Über 25 000 Golf und Touran mit DSG liefen bisher vom Band, die Produktion im Getriebewerk Kassel läuft auf vollen Touren. Der Automatikanteil kletterte allein beim neuen Golf im ersten Halbjahr 2004 auf 11,1 Prozent, sein Vorgänger kam im Vergleichszeitraum 2003 nur auf 7,3 Prozent. „Das DSG kann der Automatik in Europa den Durchbruch bringen. Und zwar im Volumenbereich, dort wo heute noch das Schaltgetriebe dominiert“, ist Falko Rudolph, Leiter der Volkswagen Getriebeentwicklung überzeugt und verweist damit auf einen neuen Trend in Westeuropa: In Zukunft wird es eine zunehmende Zahl von Getriebekonzepten geben, die je nach Fahrzeugklasse den Fahrkomfort erhöhen, die Agilität verbessern und helfen, den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Neben den konventionellen Vollautomatikgetrieben mit Drehmomentwandler sollen vor allem automatisierte Schaltgetriebe (ASG), zu denen auch das DSG zählt, sowie stufenlose Getriebe (CVT) den Handschaltgetrieben Marktanteile abnehmen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit sind die neuen Getriebeautomaten kompakter und billiger geworden und bieten neben Komfort und Sportlichkeit auch einen sparsameren Umgang mit dem Kraftstoff – vor allem im Vergleich zur Vollautomatik.

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