Maserati Levante Bereit für die Wüste

Maserati erweitert das Angebot seines SUV-Bestsellers Levante. Beim eleganten Allradler können jetzt auch moderne Assistenzsysteme bestellt werden. Damit schließen die Italiener die Lücke zur deutschen Premiumkonkurrenz.
  • Peter Maahn
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  • Spotpress
Fahrbericht: Maserati Levante - Ab in die Sandkiste Quelle: Maserati
Italiener in der Wüste

Der Maserati Levante ist der Bestseller von Maserati.

DubaiSeit 1963 benennt der Sportwagen-Hersteller Maserati ganz besondere Modelle nach berühmten Winden. Mistral, Bora, Khamsin oder der aktuelle Ghibli wehen durch Historie und Gegenwart. Seit einem Jahr nun auch der Levante, das erste SUV der feinen Fiat-Tochter. Und jetzt wird der warme Ostwind aus dem Mittelmeer aufgefrischt und kann sich auch mit dem neuen Basisbenziner zu einem Wüstensturm entwickelt.

Mit einem teuren Nobel-SUV in die Wüste? Der Levante kann das. Im tiefen Sand riesiger goldgelber Dünen fast senkrecht gen Tal rutschen, dabei alle vier Räder in Antriebslaune halten und besser nicht quer zum Hang steuern, damit es nicht kopfüber abwärtsgeht. Die Italiener verlegten die ersten Testfahrten ihres verfeinerten Schmuckstücks nach Dubai, wo es bekanntlich Sand im Überfluss gibt, wo die Klimaanlage am Anschlag bläst und die grelle Sonne unter tiefblauem Himmel das Terrain flimmern lässt. Ein Facelift schon nach einem Jahr? „Nein, sagt Maserati, „wie angekündigt weiten wir das Angebot aus und bieten noch mehr Vielfalt“.

Der Levante hat sich in seinem bislang kurzen Leben vehement an die Spitze der Maserati-Verkäufe katapultiert. Fast 60 Prozent der betuchten deutschen Kunden der Nobelmarke entschieden sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres für das SUV. In Summe zwar „nur“ 810, Tendenz aber steigend. Im Test-Levante werkelt eine der Neuheiten, auf die die Maserati-Ingenieure stolz sind und die noch mehr Begehrlichkeit wecken soll. Der gezähmte Sechszylinder-Biturbo verzichtet auf den Namenszusatz „S“, leistet 257 kW/350 kW statt 316kW/430 PS und schont das Bankkonto mit seinem Einstiegspreis von 76.000 Euro gleich um 13.300 Euro.

Ein Big Boy Toy, das alle Blicke anzieht
Maserati Levante
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Das große Italo-SUV gibt es mit nur zwei unterschiedlichen Motorisierungen. Der Wagen hat, obwohl die Fiat-Chrysler-Tochter sehr spät ins SUV-Segment startet, alle Chancen, zum bestverkauften Maserati-Modell zu werden. Die Preise für den 275 PS starken Diesel beginnen bei 77.500 Euro.

Der riskiert eine große Schnauze, der Levante
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Das erste SUV der italienischen Traditionsmarke Maserati fällt nicht nur durch gewaltige Abmessungen auf. Das fast obszön weit aufgerissene Kühlergrill-„Maul“ bildet einen spannenden Kontrast zu den extrem schmalen LED-Scheinwerfer-„Augen“. Ein echter Hingucker.

Eine souveräne Erscheinung
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Betrachtern fällt es schwer, sich dem Auftritt des Levante zu entziehen. Das Italo-SUV fordert Aufmerksamkeit ein, zum Beispiel mit sehr sportlichem Auspuffklang. Und er ist ein Riese: Mit etwas mehr als fünf mal zwei Meter Länge und Breite sowie fast 1,70 Meter Höhe.

Blick in die Mittelkonsole
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Glänzend-schwarzes Karbon, geriffeltes Leichtmetall und feines rotes Leder: Die Optik rund um den Wahlhebel der Achtgang-Automatik deutet großen Sport an. Auch wenn der Testwagen als Diesel unterwegs ist.

Das hilft in engen Parkräumen
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Gerade weil der Levante nach hinten raus extrem unübersichtlich ist und schon ohne Außenspiegel zwei Meter breit, hilft die Rückfahrkamera. Sie ist in dieser Fahrzeug- und Preisklasse obligatorisch.

Blick unter die Motohaube
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Das V6-Turbodiesel-Triebwerk leistet starke 600 Newtonmeter Drehmoment schon ab 2.000 Touren. So vermittelt das 275-PS-SUV das Gefühl, dass für alle Alltagsaufgaben mehr als genug Kraft zur Verfügung steht. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Levante in knapp 7 Sekunden. Schluss mit der Raserei ist bei 230 km/h.

Blick in den Maserati Levante
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Die Sitze sehen sportlich aus, aber ihr Seitenhalt könnte besser sein.

Da werden sich wohl manche künftigen Käufer vom bislang zu 70 Prozent gewählten Diesel (202kW/275 PS, 71.200 Euro) umorientieren. Allerdings: Wer sich bei welcher Motorisierung auch immer für die Pakete „Lusso“ (Luxus) oder „Sport“ entscheidet, wird stets noch einmal rund 10.000 Euro mehr los. Dafür nennt er ein besonders sorgfältig gestaltetes Auto sein eigen – viel sanftes Leder, handgesteppte Nähte, Sitzflächen aus Zegna-Seide und manches mehr.

Zurück in die Sandkiste. Natürlich ist so ein feines Gefährt kein Geländewagen, auch wenn der Levante auf ein ausgeklügeltes Allradsystem vertraut. Das ist nur 60 Kilogramm schwer und schickt die üppige Kraft bei ausreichender Bodenhaftung stets an die Hinterräder. Registrieren die Sensoren drohendes Durchdrehen eines Rades, beteiligt sich die Vorderachse in nur 100 Millisekunden bis zur Hälfte am Vorwärtsdrang. Per Kopfdruck können vier Fahrprogramme gewählt werden.

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