Maßnahmen gegen den „toten Winkel“
EU beschließt Spiegel-Nachrüstung für LKW

dpa BRüSSEL. Tod dem toten Winkel: Zusätzliche Rückspiegel für Lastwagen sollen das Leben von Radfahrern und Fußgängern in Europa sicherer machen. Darauf haben sich die Verkehrsminister der 25 EU-Staaten in Brüssel geeinigt.

Demnach bestünde eine Nachrüstpflicht für alle Transporter über 3,5 Tonnen, die seit der Jahrhundertwende zugelassen worden sind. „Diese Spiegel können jährlich 400 Leben in der Europäischen Union retten“, sagte die Ratsvorsitzende und finnische Ressortchefin Susanna Huovinen nach der Entscheidung.

Die zusätzlichen Spiegel bieten einen Blick vom Fahrerplatz auf den Raum neben dem Lastwagen. Sie sollen verhindern, dass die Chauffeure dort Rad- und Mopedfahrer oder Fußgänger übersehen. „Die Kosten für die Anbringung eines solchen Spiegels betragen 100 bis 150 Euro pro Lastwagen“, sagte Huovinen.

Die neue Regelung trete 2008 in Kraft und sehe zwei Jahre Übergangsfrist vor, sagte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Neue Lastwagen müssten vom 26. Januar 2007 mit den Zusatzspiegeln ausgerüstet werden. In Deutschland geschehe dies auf freiwilliger Grundlage schon seit 2004, sagte Tiefensee. Entsprechend einer gemeinsamen Initiative mit der EU-Kommission hätte Deutschland gerne eine Nachrüstpflicht für alle seit 1998 zugelassenen Fahrzeuge durchgesetzt. Im Sinne eines Kompromisses habe er aber dem Stichtag 1. Januar 2000 zugestimmt, sagte der Minister.

EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot meinte, mit diesem und anderen Beschlüssen unter finnischer Präsidentschaft habe der Rat die Verkehrssicherheit in Europa merklich verbessert. Das Europäische Parlament müsse der Regelung noch zustimmen.

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