McLaren, AMG und Aston Martin
Hyper, hyper auf der Rennstrecke

Alle reden über Elektroautos, McLaren, AMG und Aston Martin nicht. Stattdessen planen die drei Marken neue Supersportler, mit denen Superlative gebrochen werden sollen. Ein Blick auf die Hypercars der nächsten Jahre.
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DüsseldorfAlles fing mit dem legendären McLaren F1 an – dem ersten echten Hypercar. Der legendäre Mittelmotorsportler ist mittlerweile über 20 Jahre alt und eines der begehrtesten Autos der Welt. Deutlich näher an der Gegenwart liegt die Vorstellung der „Holy Trinity“ – der Heiligen Dreifaltigkeit der Supersportwagen. In relativ kurzen Abständen brachten sowohl McLaren als auch Porsche und Ferrari je ein Modell auf den Markt, das in der Liga der 1.000-PS-Autos mitspielen kann. Doch schon bald sollen selbst der McLaren P1, der Porsche 918 und der Ferrari LaFerrari zur alten Garde gehören. Denn eine neue Generation von Hypercars bahnt sich an.

Den Anfang machte Aston Martin 2016 mit dem „Valkyrie“, der lange Zeit unter den Projektnamen „Nebula“ und „AM-RB 001“ firmierte. Die Abkürzung enthält neben den Initialen des Autoherstellers auch die Buchstaben „RB“, die in diesem Fall für „Red Bull Racing“ stehen, dem Formel-1-Team des Brause-Giganten. Hinter dem Projekt steckt neben Aston Martin nämlich auch Formel-1-Designer Adrian Newey, der schon mehr als ein Weltmeister-Auto in der Königsklasse des Motorsports schuf und der sich mit dem Valkyrie einen Traum erfüllen möchte.

Von Anfang an waren die Grundzutaten klar: Ein Carbon-Chassis beherbergt einen V12-Motor, dessen Power die Kreation des Red-Bull-Racing-Designers vorbei an der Konkurrenz schießen soll. Unter dem Auto verlaufen zwei große Venturi-Tunnel, die das Fahrzeug an die Straße saugen und die Luft unter dem Valkyrie hindurch zu dem gigantischen Heckdiffusor führen werden. Dank diesen Maßnahmen und dem aktiven Splitter an der Front kommt der Aston Martin gänzlich ohne unästhetische Flaps, Flügelchen oder anderes Leitwerk aus. Im Cockpit finden zwei Personen in Carbon-Mulden Platz, die Füße höher als das Gesäß positioniert – ähnlich einem Formel-1- oder LMP-Rennwagen. Um Platz zu sparen, sind die „Sitze“ um fünf Grad nach innen geneigt.

Angetrieben wird der Valkyrie von einem frei saugenden 6,5-Liter-V12, der bei Cosworth entsteht und lose auf dem Formel-1-Triebwerk von 2010 basiert. Hohe Drehzahlen sollen für einen extremen Sound sorgen. Kombiniert wird der Verbrenner mit einer Elektromotor-Einheit, die vom E-Spezialist Rimac stammt. Das angepeilte Gewicht von knapp über 1.000 Kilogramm soll die Hybrid-Einheit in ein Leistungsgewicht von 1:1 verwandeln – über 1.000 PS sind also zu erwarten.

Klebrige Michelin-Sportreifen auf Magnesium-Zentralverschluss-Felgen halten den Valkyrie in der Bahn, wenn 2019 die ersten der 25 geplanten Exemplare an die Kunden ausgeliefert werden. Zwar hat Aston Martin bisher keinen Preis bekannt gegeben, einen mittleren siebenstelligen Betrag sollten die Interessenten aber durchaus bereithalten.

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Formel-1-Technik aus Affalterbach

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