Mehr als nur ein Möbelstück
Pfiffige Sitzkonstruktionen im Auto

Der Sitz im Auto ist mehr als nur ein Möbelstück oder Ruhekissen. Er entscheidet darüber, ob eine Autofahrt bequem oder strapaziös ist, vermittelt den Kontakt zu Fahrzeug und Straße, sorgt für Sicherheit und ist nicht zuletzt auch ein Designobjekt.

dpa/gms GENF. „Der Markt verlangt Vorder- und Rücksitze, die hochwertig sind, modern aussehen und dem Automobilhersteller die Möglichkeit bieten, sich zu differenzieren. Sie sollten für den Innenraum ein Höchstmaß an Flexibilität bieten, ohne Abstriche bei Sicherheit, Gewicht und Kosteneffizienz zu erfordern“, fasst Janiv Oren, der die Sitzentwicklung beim Zulieferer Johnson Controls im nordrhein-westfälischen Burscheid leitet, die Anforderungen zusammen.

„Zudem werden Sitze intelligenter, sicherer und komfortabler“, ergänzt Andreas Teuner vom Zulieferer Delphi in Wuppertal. Er verweist auf neue Massagepolster, elektrische Verstellmöglichkeiten und vor allem intelligente Sensoren, die für die Airbagsteuerung ermitteln, wie und von wem die Polster besetzt sind. Wohin diese Vorgaben führen, zeigten etliche Designstudien auf dem Genfer Autosalon, die einen Trend zu immer dünneren Sitzen und zu völlig neuen Fahrzeugmöblierungen erkennen lassen.

Ein Beispiel dafür ist der Mazda Hakaze. Seine Sitzschalen wurden nach Angaben von Designer Laurens van den Acker so dünn gestaltet und so geschickt am Mitteltunnel aufgehängt, dass man die Rücksitze unter die Vordersitze schieben kann, wenn sie nicht benötigt werden. So wie Bürostühle Platz sparend in der Ecke gestapelt werden, nehmen dann auch die Sessel der Hinterbänkler keinen Stauraum mehr weg.

Noch aufwendiger erhöht Opel die Innenraum-Variabilität in der Coupé-Studie GTC. Während bei Zafira, Meriva oder Signum vor dem Stühlerücken erst noch geklappt und von Hand geschoben werden muss, genügt beim Flex4-System dem Hersteller zufolge ein einziger Knopfdruck: Danach schnurren die Lehnen der Einzelsitze im Fond einzeln oder gemeinsam nach vorn und schmiegen sich wie Löffel so eng zusammen, dass man den hinteren Sitz kaum mehr erkennen kann.

Gleichzeitig legt sich eine Abdeckung über die fest montierte Sitzfläche und erweitert so den Laderaum. Noch gibt es von Opel keine konkrete Aussage zu den Serienchancen des Systems. Doch macht Opel-Chef Hans Demant Hoffnung: „Wie viele Studien ist auch der GTC ein Vorbote von Technik und Design künftiger Opel-Modelle. So etwas machen wir sicher nicht umsonst.“

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