Mehr geklaute Räder Abends noch angekettet, morgens schon weg

Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist gestiegen. Schon wieder. Daher sollten fünf bis zehn Prozent des Radneupreises ins Schloss investiert werden. Noch wichtiger ist laut Experten aber eine zweite Maßnahme.
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Nur das angeschlossene Rad ist noch da: Der Schaden für die Versicherungswirtschaft ist groß, die Polizei kann nur die wenigsten Fahrraddiebstähle aufklären. Quelle: dpa
Gestohlenes Fahrrad

Nur das angeschlossene Rad ist noch da: Der Schaden für die Versicherungswirtschaft ist groß, die Polizei kann nur die wenigsten Fahrraddiebstähle aufklären.

(Foto: dpa)

Im vergangenen Jahr wurden mehr Fahrräder gestohlen: 340.000-mal erfasste die Polizei einen Diebstahl, das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zu 2013, meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Nur knapp zehn Prozent der Diebstähle werden aufgeklärt.

Die Zahl der versicherten Fahrraddiebstähle befindet sich auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren: 210.000 Drahtesel wurden gestohlen, für die die Hausratversicherer ihren Kunden 100 Millionen Euro zahlten, also im Schnitt 490 Euro pro Rad. 2013 waren es noch 190.000 versicherte Räder mit einem Schadenaufwand von 90 Millionen.

Vor Diebstahl hilft vor allem ein stabiles mechanisches Schloss. Als Faustregel gilt: Fünf bis zehn Prozent des Radneupreises in das Schloss investieren. Denn je länger Diebe brauchen, um das Schloss zu knacken, desto eher werden sie abgeschreckt.

Räder sollten aber nicht nur abgeschlossen, sondern auch angeschlossen sein. Am besten an einem Laternenpfahl, einem Fahrradbügel oder etwas ähnlich fest Verankertem. Ein einfaches Rahmenschloss ist kein Diebstahlsschutz. Wer sein Rad von der Polizei codieren lässt, hat noch eine zusätzliche sichtbare Abschreckung für Diebe.

Die Hausratversicherung zahlt in bestimmten Fällen den Verlust: Wenn das Fahrrad aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen gestohlen wird. Gegen den Diebstahl auf der Straße kann man sich mit einer Zusatzklausel in der Hausratpolice versichern. Rund 40 Prozent der 26 Millionen Hausratversicherungsverträge haben die Fahrradklausel eingeschlossen.

Voraussetzung für die Versicherungsleistung ist eine Anzeige bei der Polizei. Im Fall des Falles helfen die folgenden Informationen bei den Beamten und bei der Versicherung weiter: Rechnung über den Kauf, Rahmennummer, Fotos des Rades, eindeutige Kennzeichen wie Marke, Farbe, Zubehör.

Die Polizei bietet einen Fahrradpass als Smartphone-App an, wo man die Daten des Rades eintragen kann, so hat man sie an der Hand auch wenn das Rad weg ist.

Diese Fahrräder taugen als Statussymbol
In Japan baut der traditionsreiche Yacht-Konstrukteur Sueshiro Sano Fahrräder aus Mahagoni-Holz, das aus Honduras kommt.
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Seine Räder seien mindestens so leistungsfähig wie Räder mit modernen Carbonrahmen, würden aber eher eine "ältere" Klientel anziehen, sagt er. Älter und natürlich gut situiert: Das japanische Mahagoni-Fahrrad kostet stolze 14.500 Euro.

Edel-Fahrrad aus Mahagoni von Sueshiro Sano01
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Edel-Fahrrad aus Mahagoni von Sueshiro Sano

Edel-Fahrrad aus Mahagoni von Sueshiro Sano
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Edel-Fahrrad aus Mahagoni von Sueshiro Sano

Edel-Fahrrad aus Mahagoni von Sueshiro Sano
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Edel-Fahrrad aus Mahagoni von Sueshiro Sano

Südlich der Alpen hat der italienische Luxusräder-Hersteller 43 Milano mit dem Sportwagendesigner Pininfarina zusammengearbeitet.
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"Fuoriserie" - auf Deutsch etwa Sondermodell - nimmt Anleihen bei einem Sportwagen aus den 1930er Jahren, wie Pininfarina-Chef Paolo Pininfarina sagt: "Das geflochtene Leder des Sattels und des Lenkers sind vom Inneren des Wagens inspiriert."

Ab 8.400 Euro
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Das Fahrrad mit seinem Chromstahl-Rahmen und einem diskreten Elektromotor mit dem stattlichen Preis von 8.400 Euro sei gedacht für "Führungspersönlichkeiten, die im Stadtzentrum wohnen, wo die Straßen in der Regel voll sind".

Fuoriserie im Pininfarina-Design von 43
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Fuoriserie im Pininfarina-Design von 43 Milano

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