Mehr Luft für mehr Leistung
Eilige Drucksache: Der 911er-Turbo-Motor

Das Wort “Turbo" ist längst als Synonym für außergewöhnliche Leistung in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeflossen. Der Porsche 911 Turbo hat dazu sehr viel beigetragen.

Das Prinzip dieser Technologie ist simpel: Anströmende Auspuffgase bringen ein kleines Turbinenrad auf hohe Drehzahl, beim ersten 911 Turbo 1974 rotierte es mit bis zu 90 000 Umdrehungen pro Minute. Dieses Rad treibt über eine Welle ein zweites Schaufelrad an, das Luft in die Brennräume des Motors presst. Je mehr Luft in den Zylinder gelangt, desto mehr Sauerstoff steht zur Verfügung und kann mit entsprechenden Treibstoffmengen verbrannt werden – das Resultat: die Leistung des Triebwerks steigt an. Der mechanische Aufwand zum Antrieb des Turbos ist verschwindend gering; statt dessen wird die in den Abgasen enthaltene Restenergie genutzt – was einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Aufladung mit einem Kompressor bedeutet.

Um schon bei niedrigen Drehzahlen ausreichend Druck aufzubauen, bei höheren Touren aber den Motor nicht zu überlasten, regelt ein sogenanntes Bypass-Ventil den Druckhaushalt. Dieses Abblas-Ventil stellt sicher, dass der Ladedruck den gewünschten Höchstwert nicht überschreitet. Beim ersten Porsche 911 Turbo betrug dieser Wert 0,8 bar. Dennoch lies sich anfangs ein verzögertes Hochdrehen der Turbine nicht vermeiden. Damit war ein verhältnismäßig abrupter Leistungseinsatz des Motors verbunden, der so populäre Wortschöpfungen wie “Turbo-Loch" und “Turbo-Bumms" generierte.

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