Mehrere Kaufinteressenten für Formel-1-Team - Ecclestsone skeptisch
Jaguar-Rennstall ist eine begehrte Beute

An den seit einer Woche zum Verkauf stehenden Formel-1- Rennstall Jaguar sind bereits mehrere Kaufinteressenten herangetreten. „Bei uns haben sich etliche Parteien gemeldet“, bestätigte ein Sprecher von Jaguar Racing gestern auf Anfrage.

LONDON. An den seit einer Woche zum Verkauf stehenden Formel-1- Rennstall Jaguar sind bereits mehrere Kaufinteressenten herangetreten. „Bei uns haben sich etliche Parteien gemeldet“, bestätigte ein Sprecher von Jaguar Racing gestern auf Anfrage.

Genannt werden als mögliche Käufer inzwischen auch russische Milliardäre, darunter der Besitzer des Londoner Fußballclubs Chelsea, Roman Abramowitsch (37), sowie Nikolai Smolensky (23), der erst im August den britischen Sportwagenhersteller TVR gekauft hat. Chancen werden jedoch eher Formel-3000-Teamchef Christian Horner eingeräumt. Er soll schon bei Jaguar und beim Mutterkonzern Ford angeklopft haben.

Spekulationen in der Branche, die den kanadischen Stahlkonzern Dofasco als Käufer des einst von Rennlegende Jackie Stewart gegründeten Teams sehen, wurden von einer Dofasco-Sprecherin aber als „Gerüchte ohne jede Grundlage“ zurück gewiesen. Man habe kein Interesse an Jaguar Racing. Auch die österreichische Getränkefirma Red Bull erklärte, sie habe nicht, wie gemeldet, mit Jaguar gesprochen. „Wir können das nicht bestätigen“, sagte ein Red-Bull-Sprecher. Beide Firmen planen den Aufbau eigener F1-Rennteams.

Der US-Autokonzern Ford hatte vor einer Woche wegen hoher Kosten und ausbleibender Erfolge den Rückzug seines Jaguar-Teams aus der Formel-1 angekündigt. Es werde einige Wochen dauern, bis man alle Käufer sondiert habe, sagte Ford-Vizepräsident Richard Perry-Jones: „Dann werden die seriösen und die nicht seriösen sortiert.“ Den Verkauf organisiert die Londoner Bank HSBC, die auch Jaguar-Sponsor ist.

„Der Kauf ist eine große Chance zum relativ günstigen Einstieg in den Top-Rennsport“, erklärt ein Insider das Interesse. Da die Formel-1 als gute Marketing-Plattform gilt, sei für den Jaguar-Rennstall ein Kaufpreis „um die 300 Mill. Euro“ denkbar. Gründer Jackie Stewart soll einst knapp die Hälfte beim Verkauf seines Teams bekommen haben. Er selbst hat aber einen Rückkauf der „Raubkatzen“ bereits abgelehnt.

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