Mehrwertsteuererhöhung
Druck auf Autopreise dürfte anhalten

Die in Deutschland tätigen Automobilhersteller werden nach Einschätzung des Branchenexperten Willi Diez den höheren Mehrwertsteuersatz vom Jahr 2007 an nicht an die Kunden weitergeben können.



HB STUTTGART. „Der Druck auf die Verkaufspreise wird anhalten“, sagte der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule Nürtingen am Montagabend auf einer Veranstaltung in Stuttgart. Es gebe angesichts der Auslastungsprobleme der meisten Hersteller keine Anzeichen, dass die hohen Rabatte ein Ende fänden.

Die Überwälzung der für 2007 angekündigten Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf 19 von derzeit 16 Prozent auf die Autokäufer werde voraussichtlich nicht gelingen. „Diese Erhöhung wird die Hersteller sehr viel Geld kosten“, prognostizierte Diez. Er erwarte, dass die Autohändler und die Hersteller im Wettstreit um die Kunden die Mehrwertsteuererhöhung übernähmen.

Diez zufolge wird die Autoindustrie in den kommenden Jahren ihre weltweiten Produktionskapazitäten ausbauen. Hinter diesem Kapazitätszuwachs werde jedoch der Abbau von Produktionsanlagen zurückbleiben, so dass sich die derzeitigen Überkapazitäten noch vergrößerten.

Dies werde anhaltenden Druck auf die Verkaufspreise ausüben, da die Hersteller ihre Kapazitäten möglichst auslasten möchten. Ende dieses Jahres lägen die Verkaufspreise in Westeuropa im Schnitt 15 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2000. Für den US-Markt geht der Automobil-Experte von einem Preisrückgang in Höhe von 20 Prozent und für den chinesischen Markt um 30 Prozent aus.

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