Mercedes-Benz S65 AMG
Wenn die S-Klasse auf „dicke Hose“ macht

Ein bisschen was geht ja immer, da macht auch die S-Klasse keine Ausnahme. Mercedes-Werkstuner AMG lässt sie als S65 dank V12-Bi-Turbo mit 1.000 Newtonmeter Drehmoment anschieben. Das hat natürlich seinen Preis.
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AffalterbachAMG korrigiert mit dem neuen S65 AMG die Leistungsspitze für die neue Mercedes S-Klasse erneut nach oben. Aus einem 6,0-Liter-V12-Bi-Turbomotor schöpft das neue Top-Modell 463 kW/630 PS und ein maximales Drehmoment von 1 000 Newtonmetern. Die dritte Auflage des 2003 eingeführten Zwölfzylinder-Flaggschiffs beschleunigt in 4,3 Sekunden von Null auf 100 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit begrenzt die Elektronik auf 250 km/h. Sicherlich wäre mit der Motorisierung auch leicht Tempo 300 möglich. Weltpremiere feiert der Über-AMG zeitgleich auf den Automessen in Los Angeles und Tokio (beide 20. November bis 1. Dezember). Markteinführung ist der März 2014 zum Preis von 232.050 Euro.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell sorgt im neuen S65 AMG ein Siebengang-Automatikgetriebes mit Schaltoption für die Kraftübertragung. Aus der größeren Spreizung resultiert ein niedrigeres Drehzahlniveau, was zu einer Reduzierung des Verbrauchs führt.

Mit 11,9 Litern Benzin soll sich das über zwei Tonnen schwere Dickschiff begnügen (279 g CO2/km). Damit erhält das Modell zwar nicht gerade einen umweltfreundlichen Anstrich, erfüllt aber immerhin bereits die Euro 6-Abgasnorm. Der Fahrer kann aus drei Fahrprogrammen wählen: Es gibt einen Effizienz-, einen Sport- und einen manuellen Modus.

Auch das aus dem S63 bekannte Fahrwerk, das die Oberfläche der Fahrbahn scannt und dementsprechend reagiert, lässt sich komfortabel oder sportlich einstellen.

Gegenüber dem Vorgänger liegt der Normverbrauch um 2,4 Liter niedriger, was unter anderem durch die verwendeten Leichtbau-Komponenten erreicht wurde. Unter anderem kommen geschmiedete 20-Zoll-Leichtmetallräder zum Einsatz. Die Räder sorgen durch ihre Bauart für eine Gewichtsersparnis und zeigen eine höhere Festigkeit im Vergleich zu gegossenen Felgen.

Außerdem spart ein Lithium-Ionen-Akku als Starterbatterie wie bereits beim S63 AMG über 20 Kilogramm gegenüber herkömmlichen Batterien ein. Für kurze Bremswege sorgt eine ebenfalls gewichtsoptimierte Verbund-Bremsanlage, optional auch mit Keramik-Bremsscheiben.

Zwei Neuentwicklungen debütieren im S65 AMG. Zum einen ist ein Head-up-Display an Bord, das ein 21 mal sieben Zentimeter großes, farbiges Bild in die Windschutzscheibe projiziert. Die Anzeigen umfassen etwa die Geschwindigkeit, Tempolimits und Navigationshinweise. Die Helligkeit passt sich der Umgebung an und ist auch manuell einstellbar.

Außerdem kommt ein 6,5 Zentimeter mal 4,5 Zentimeter großes Touchpad zum Einsatz. Damit kann der Fahrer sämtliche Infotainment-Funktionen komfortabel bedienen. Das Gerät erkennt Smartphone-Gesten oder Wisch-Gesten bzw das Zoomen durch Spreizen oder Zusammenführen der Finger. Darüber hinaus ist die handschriftliche Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen möglich.

Daneben kommen im Innenraum des S65 AMG die aus der neuen S-Klasse bekannten Displays als Instrumententräger und für das Infotainment im Armaturenbrett zum Einsatz. Einen klassischen Touch bringt die Analog-Uhr zwischen den vier verchromten Lüftungsdüsen in der Mittelkonsole. Die AMG-Sportsitze mit Nappaleder-Bezug und AMG-Wappen an den Sitzlehnen sollen mit neu konturierten Sitzflächen und Rückenlehnen den Seitenhalt verbessern. Für Wohlfühlatmosphäre in der stärksten S-Klasse aus Affalterbach ist also ebenfalls gesorgt.

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