Mercedes-Sicherheitstechnik: Sprinter vs. Seitenwind

Mercedes-Sicherheitstechnik
Sprinter vs. Seitenwind

Im Frühjahr geht der große Mercedes-Transporter mit einem großen Aufgebot an neuen Sicherheitssystemen ins Rennen. Sogar gegen Seitenwind ist der Sprinter dann gewappnet.
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BoxbergDer große Mercedes-Transporter ist ein Bestseller, wahrscheinlich auch, weil er auf der mittleren und linken Autospur eine echte Lebensberechtigung hat. Insgesamt hat sich der Sprinter 2,5 Millionen Mal seit 1995 verkauft, das aktuelle Modell ist seit 2006 im Angebot. Höchste Zeit also für einige updates, um den Sprinter attraktiv zu halten.

Für das neue Modell stehen einige Themen an. Zum Beispiel erhält der Sprinter neue Euro-6-Motoren, die sich mit der neuen Siebengang-Automatik blendend verstehen. Dann gibt es natürlich ein umfassendes Sicherheitspaket. Und weil die Mercedes-Leute einen großen Schritt nach vorne wagen, lüften sie schon vorab einige bisher geheim gehaltene Projekte.

Passive Sicherheit hilft, Unfallfolgen zu mindern, aber vorrangig möchte Mercedes-Benz Unfälle vermeiden. Und das belegt der Hersteller mit einem Forschungsbericht, den die Bundesanstalt für Straßenwesen, die Dekra, die Unfallforschung der Versicherer und der Verband der Automobilindustrie letztes Jahr vorgelegt haben. Demnach waren 2008 von 1 000 zugelassenen Pkw etwa neun an einem Unfall beteiligt. Bei den Transportern waren es zwölf. Mit dem gravierenden Unterschied, dass die Fahrleistung der Transporter um bis zu 80 Prozent höher liegt.

Die Entwicklung der Unfallzahlen belegt die positive Wirkung von Assistenzsystemen. Vor zehn Jahren bekam der Sprinter ESP serienmäßig mit auf den Weg, seit dieser Zeit reduzierten sich in dieser Fahrzeugklasse die Unfälle durch Abkommen von der Straße um bis zu 39 Prozent. Mit der Einführung des adaptiven ESP mit Ladungserkennung konnte die Zahl der Unfälle nochmal um 28 Prozent gesenkt werden. Und jetzt folgen die nächsten Schritte.

Eilige Kurierfahrer kennen das Gefühl. Nach dem Überholen eines Lkw packt der Seitenwind zu. Er kann bei den hohen und relativ schmalspurigen Transportern zu einem deftigen Versatz auf die nächste Spur oder sogar in den Gegenverkehr führen. Doch dagegen hilft der Seitenwind-Assistent. Er kompensiert die Windeinflüsse auf das Fahrzeug im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten. Heftiges Gegenlenken ist nicht mehr gefragt, denn der Fahrer wird spürbar entlastet.

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  • Tempolimit für Sprinter, bzw. Automatisches Abregeln bei 120, das ist das Ziel.

  • Was Mercedes mit all diesen technischen Assistenzsystemen nicht erreichen kann ist eine Verbesserung der Fahrer des Sprinters. Diese zeichnen sich nach meiner Erfahrung im Autobahnverkehr durch stetes Linksfahren, zu geringen Abstand zum Vordermann, unangepasste Geschwindigkeit und einige andere Unarten aus. Damit sind sie beileibe nicht allein auf der Autobahn, aber sie haben durch Größe und Masse des Sprinters ein besonderes Gefahrenpotential und sind für PKW Fahrer besonders nervig.

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