Mercedes-Tochter
AMG setzt auf puristische Modelloffensive

HB GRANADA. Die Mercedes-Tochter AMG steht vor einer Modelloffensive. Bis zum Sommer kommen sieben neue Sportversionen zu den Händlern. Das teilte das Unternehmen bei der Vorstellung der Fahrzeuge in Granada in Spanien mit.

Im Mittelpunkt steht nach Angaben des Autoherstellers aus Stuttgart dabei der erste von AMG entwickelte Motor, der mit 6,2 Litern Hubraum und acht Zylindern in den ersten Baureihen Einzug hält. Der „stärkste Saugmotor der Welt“ leiste je nach Einsatz zwischen 354 kW/481 PS und 378 KW/514 PS. Mittelfristig soll er in fast allen Mercedes-Baureihen Einzug halten.

Seinen Einstand gibt das Aggregat laut AMG jetzt im Geländewagen ML 63 AMG, wo er für Preise ab 96 164 Euro auf 375 kW/510 PS und maximal 630 Newtonmeter (Nm) Drehmoment kommt. Den Sprint auf 100 Stundenkilometer (km/h) absolviert der Wagen damit in 5,0 Sekunden und erreicht eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Den Durchschnittsverbrauch gibt Mercedes mit 16,2 Litern an.

In einigen Wochen wird es den Achtzylinder nach Angaben von AMG-Chef Volker Mornhinweg mit 354 kW/481 PS auch im Coupé und im Cabrio der CLK-Baureihe (87 597 und 93 322 Euro), mit 375 kW/510 PS in der R-Klasse sowie mit 378 kW/514 PS in der E-Klasse und im CLS geben. Für die letztgenannten Modelle stehen noch keine Preise fest. In allen Fahrzeugen beträgt das maximale Drehmoment laut AMG 630 Nm, und die Höchstgeschwindigkeit wird überall bei 250 km/h abgeregelt.

Weil mit diesem Motor laut Mornhinweg das Ende des bisherigen V8-Kompressors mit 5,5 Litern Hubraum besiegelt ist, wird das neue Aggregat mittelfristig auch in SLK, SL und C-Klasse Einzug halten. Allerdings will der AMG-Chef insbesondere bei der C-Klasse erst den im Jahr 2007 bevorstehenden Modellwechsel abwarten. Außerdem wird der neue V8 nach Informationen aus Unternehmenskreisen in einigen Monaten auch im neuen Geländewagen GL und vermutlich auch im G-Modell zum Einsatz kommen. Nur A- und B-Klasse müssten laut Mornhinweg weiterhin „definitiv ohne AMG-Version auskommen“.

Parallel zum Achtzylinder bietet AMG weiterhin den mit zwei Turbos aufgeladenen V12-Motor an, den es laut Mornhinweg nun im überarbeiteten SL und in der neuen S-Klasse sowie nach Informationen aus Unternehmenskreisen im Herbst auch im neuen Luxus-Coupé CL geben wird. Er leistet 450 kW/612 PS und bringt maximal 1 000 Nm Drehmoment auf die Straße. Damit beschleunigt er den 206 132 Euro teuren Roadster in 4,2 und die Limousine (206 422 Euro) in 4,4 Sekunden auf Tempo 100. Das Limit liegt jeweils bei 250 km/h. Der SL 65 AMG wird 206 132 Euro kosten, für den S 65 AMG steht der Preis noch aus.

Wie alle AMG-Modelle sind auch die Neuheiten des Sommers 2006 optisch und technisch von der Großserie differenziert. So bekommen alle Fahrzeuge neue Front- und Heckschürzen, Seitenschweller und Spoiler, ein tiefer gelegtes Fahrwerk mit strammerer Abstimmung, eine neue Auspuffanlage, stärkere Bremsen und ein modifiziertes Interieur.

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