Kein neues Auto ohne große Show: Die USC Marching Band feiert auf der LA Auto Show den Mitsubishi Outlander. Nachdem sich am 30. November die Tore der Messe für zehn Tage öffneten, warten auf die Besucher nun unter anderem 16 Produkt-Weltpremieren und vier Studien, die noch nie zuvor jemand gesehen hat. Die Autoshow legt besondere Schwerpunkte auf Design-Trends und Umwelt-Technik. Da darf dann auch ein umweltpolitisch unkorrektes Kontrastprogramm nicht fehlen ... Quelle: ReutersAuf der Auto Show in Los Angeles präsentiert Smart sein Modell fortwo electric in einer ganz speziellen Variante. Der bekannte Modedesigner Jeremy Scott durfte sich des Elektro-Zweisitzers mit 75 PS annehmen und kreierte eine Smart aus einer anderen Welt. Scott verzichtete nicht auf sein Markenzeichen und verlieh dem Smart als zentrales Design-Element Flügel. Quelle: MIDWenn Modedesigner ein Fahrzeug unter die Finger bekommen, beschränkt sich ihre Arbeit in den meisten Fällen auf Farbgestaltungen und Materialauswahl im Innenraum. Mit dem Pop-Designer Jeremy Scott, der schon Outfits für so bekannte Künstler wie Lady Gaga, Rihanna, Katy Perry oder Madonna entwarf, geht Smart aber einen großen Schritt weiter - der Künstler durfte auch an der Karosserie seine Merkmale setzen. Und er tat das in der für ihn typischen Art und Weise, so dass das Kleine Auto jetzt über auffällige Flügel, das Markenzeichen von Scott, verfügt. Und trotz der riesigen Flügel am Heck soll es sich keinesfalls nur um ein Showcar handeln. Es ist vielmehr eine seriennahe Studie, die eine Straßenzulassung bekommen soll und in limitierter Auflage erhältlich sein wird – wenn die Behörden angesichts der Flügel mitspielen. Quelle: MIDDie Flügel sind aus Fiberglas gefertigt, transparent und verfügen an ihren Enden über federähnliche Elemente in Raketenform. Diese dienen als Rück- und Bremsleuchten. Die Karosserie ist in glänzendem Weiß und Chrom gehalten. Im Innenraum des 125 km/h schnellen Elektromobils setzt sich diese Farbkombination fort. Die Instrumententafel, die Türverkleidungen und die beiden Sitze sind mit weißem Nappaleder überzogen. Selbst das Kunststofflenkrad verfügt über eine weiße Oberfläche. Die Grundform der Türen, die Einfassungen der Zusatzinstrumente, Türgriffe und Lüftungsdüsen stechen durch ihre Glanzverchromung hervor. Wer sich in den von Scott gestalteten Smart fortwo electric wagen will, sollte sich vorher wirklich gut die Schuhe sauber machen - weiße Lederfußmatten bedecken nämlich den Boden. Schon im nächsten Jahr will Smart eine Sonderedition des Smart "forjeremy" auf den Markt bringen - mal sehen, welche Engel sich den elektrischen Stadtfloh leisten können. Einen Preis gibt es bisher nicht. Quelle: MIDWas Smart kann, ist auch bei Kia kein Problem: Der Optima SX im Batman-Design bekommt zumindest grafisch Flügel. Quelle: AFPTraditionell finden sich auf den 72.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche auch die superstarken Fullsize-SUV und neue Supersportwagen ... Quelle: PressefotoBeispiel gefällig? Erstmalig bringt die Mercedes-Tochter AMG den SLS "Black Series" in LA an den Start. Der Über-SLS richtet sich an all jene, denen das Basismodell mit 420 kW/571 PS ein wenig schwachbrüstig dünkt. Bei diesem Sondermodell darf der hochdrehende V8-Saugmotor mit 6,2 Litern Hubraum vor seinem Abschied in die Rente noch einmal zu ultimativer Hochform auflaufen. Bei einer maximalen Drehzahl von nunmehr 8.000 U/min stehen 464 kW/631 PS zur Verfügung. Das Basistriebwerk begnügt sich mit 7.200 U/min für seine maximale Leistungsabgabe. Der geschlossene Zweisitzer spurtet aus dem Stand in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und die Frage, wo der geneigte US-Kunde die avisierten 315 km/h Höchstgeschwindigkeit in seiner Heimat legal verkosten darf, kann auch die Autoshow nicht beantworten. Quelle: PressefotoNachgeschärfter Flügeltürer: Mercedes zeigt in L.A. eine SLS-Version mit 631 PS. Quelle: dpaDie im wahrsten Sinn des Wortes aufregendste Studie in Los Angeles fährt Mercedes auf. Die Schwaben, die bei Neuheiten traditionell eine dynamische Kommunikationsstrategie verfolgen, haben Daten und Bilder zum "Ener-G-Force" bereits kommuniziert. Quelle: PressefotoBei der kalifornischen Automesse erregt nämlich nur der Hersteller wirkliches Aufsehen, der mit Design-Neuheiten aufwartet, die sich wirklich das Attribut "cool" verdienen. Der "Ener-G-Force" provoziert als futuristisches SUV, wie es 2025 für die Autobahn-Polizei in den USA zum Einsatz kommen könnte. Quelle: dpaEin extremer Offroader als Nachfolger für den traditionsreichen, ultrakonservativen Mercedes G. Dass sich die Studie konsequent so abgerundet präsentiert wie das Vorbild mit seinen Ecken und Kanten hat schon für weltweiten Diskussionsstoff gesorgt. Quelle: PressefotoReichlich "un-grün" tritt auch der Porsche Cayenne Turbo S zu seiner Weltpremiere an. Der schwäbische Sport-SUV lockt mit 410 kW/550 PS, die sein aufgeladener V8 mit 4,8 Litern Hubraum liefert. Da Amerikaner mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h nichts anfangen können, ist für sie der Wert 0 bis 60 Meilen (96 km/h) das Maß aller Dinge. Diese Übung absolviert der Porsche in 4,7 Sekunden. Doch mit dem potenten Gelände-Bullen lassen es die Schwaben nicht bewenden. Sie schaffen auch den neuen Cayman an die US-Westküste ... Quelle: PressefotoDie geschlossene Version des Boxsters erschien erstmals 2005 als eigenständige Baureihe. Das Coupé mit traditionellem Sechszylinder-Boxer im Heck erhält ein deutlich überarbeitetes Design. Die Motoren, die derzeit maximal 239 kW/320 PS leisten erhalten ein mildes Upgrade, das der Hersteller mit 10 PS bis 20 PS beziffert. Die USA sind traditionell der stärkste Markt für den Cayman, der dort für einen Einstiegspreis von 51.400 Dollar (39.663 Euro) zu haben ist. Quelle: dpaFord Fusion: Den begehrten Öko-Titel „Green Car of the Year“ hat sich für das Jahr 2013 der kommende Mondeo gesichert. Im Rahmen der Los Angeles Auto Show kürte die Jury des Fachmagazins „Green Car Journal“ den Mittelklässler wegen seiner breiten Palette von Antrieben mit geringem Verbrauch zum Sieger. Damit konnte sich der Fusion, der mittlerweile einem Aston Martin wie aus dem Gesicht geschnitten wirkt, im Duell mit den restlichen Finalisten nicht nur hausintern gegen den Ford C-Max, sondern auch gegen Toyota Prius C, Dodge Dart Aero und Mazda CX-5 Skyactiv durchsetzen. Quelle: AFPAls die LA Autoshow 1907 mit 99 ausgestellten Autos ihre Karriere begann, konnte sich kein Besucher ausmalen, dass die Show 105 Jahre später noch immer die Massen dazu mobilisiert, sich um Fahrzeuge wie den neuen Jaguar XFR-S zu scharen. Der Supersportwagen mit aufgeladenem V8-Kompressor und 410 kW/550 PS tritt gegen den Porsche 911 Turbo oder den Mercedes SL 63 AMG an. Quelle: PressefotoSportliche Limousine: Der XFR-S ist schneller als alle anderen bisher von Jaguar gebauten Viertürer. Quelle: dpaBei den Weltpremieren der kommenden LA-Autoshow dominieren Europäer und Asiaten. Die einheimischen Hersteller beschränken sich auf das Sondermodell "Daytona" des Dodge Charger. Der Retro-Nachfolger des legendären gleichnamigen Muscle-Cars aus den späten Sechzigern tritt in der Top-Version mit 350 kW/477 PS an. Dafür bemüht die Chrysler-Tochter einen V8 mit 6,4 Litern Hubraum. Quelle: PressefotoFisker Karma Quelle: AFPSolardach des Fisker Karma Quelle: AFPEine Frischzellenkur hat Toyota seinem Kompakt-SUV RAV4 verabreicht. Quelle: PressefotoAm Heck des Toyota RAV4 öffnet sich nun eine Klappe statt einer Tür. Quelle: PressefotoDen Innenraum prägen Soft-Touch-Materialien. Quelle: PressefotoAuf der LA Auto Show eher ein Mauerblümchen: Der neue Forester. Subaru hatte im Vorfeld immerhin schon durchsickern lassen, dass das SUV einen neuen, doppelt aufgeladenen Vierzylinder-Boxer mit 177 kW/240 PS Leistung erhält. Quelle: dpaInnovationen mit "grüner" Technologie von weltweiten Automobilherstellern ziehen die Aufmerksamkeit der Autokäufer immer mehr in den Bann. Die Veranstalter sind sich sicher, dass die US-Nachfrage nach solchen Fahrzeugen um 63,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt hat, während der Gesamtmarkt nur um knapp 15 Prozent stieg. So wird BMW dem Publikum den i8 Spyder mit Plug-in-Hybridtechnik zeigen, Fiat stellt den 500e vor. Ford zeigt den C-Max Energi Plug-in Hybrid sowie den Fusion Energi und den Focus Electric. Quelle: PressefotoFür das grüne Gewissen: BMWs will den i3 ab 2013 produzieren. Quelle: dpaFiat 500 EV Quelle: AFPJaguar F-Type V8s (li.) und XFR-S (re.) Quelle: AFPVolkswagen könnte für seine Weltpremiere kein passenderes Terrain finden als den US-Sonnenstaat an der Westküste. Die Wolfsburger stellen erstmals die Cabrio-Version des Beetle vor. Die offene Variante gehört schon aus Tradition zum Beetle wie die Fritten zum Burger. Die geschlossene Variante ist seit 2011 im amerikanischen Handel. Quelle: PressefotoDas Cabrio auf der identischen technischen Basis muss keine Schiffreise über Ozeane zurücklegen, um auf den amerikanischen Markt zu gelangen. VW lässt beide Versionen im mexikanischen Pueblo fertigen. Quelle: PressefotoNeben den bekannten Vierzylindern, die zwischen 77 kW/105 PS und 147 kW/200 PS leisten, kommt das amerikanische Beetle-Cabrio zudem in den Genuss eines Fünfzylinders mit 2,5-Liter Hubraum und 125 kW/170 PS. Quelle: dpaDerweil sind alternative Kraftstoffe und Kraftstoff-effiziente Autos für amerikanische Käufer im letzten Jahr immer interessanter geworden. Diesem Trend tragen die Ausrichter auch auf der Los Angeles Auto Show Rechnung. Schon jetzt ist absehbar, dass noch nie so viele "grüne" Fahrzeuge gezeigt wurden. So werden allein zwei Dutzend Elektrofahrzeuge oder Plug-in-Hybride ausgestellt. Dazu kommt mindestens ein Dutzend sauberer Dieselfahrzeuge sowie rund 20 hocheffiziente Benziner mit Vierzylindermotoren. So wird BMW dem Publikum den i8 Spyder mit Plug-in-Hybridtechnologie zeigen, Fiat stellt den 500e vor. Ford zeigt den C-Max Energi Plug-in Hybrid sowie den Fusion Energi und den Focus Electric (hier im Bild). Honda führt den neuen Accord plug-in-Hybrid vor, der sich damit in die vergleichbaren Angebote von Audi, BMW, Chevrolet, Coda, Fisker, Mitsubishi, Nissan, Toyota und Smart einreiht. Quelle: PressefotoSelbst ordinäre Vierzylindermodelle scheinen im Land der Big Blocks zunehmende Akzeptanz zu erfahren. Schließlich überzeugen sie die Käuferschaft durch eine bessere Kraftstoffeffizienz. Zu den Neuheiten der Auto Show wird daher auch der Dodge Dart Aero mit 1,4 Liter großem Vierzylindermotor und Sechsgang-Handschaltung zählen. Quelle: PressefotoAuch der Diesel-Markt hat in den USA überproportional zugenommen und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 27,5 Prozent. Mercedes-Benz setzt in den USA auf ein vergrößertes Angebot an BlueTec-Modellen und wird an der Westküste unter anderem den GLK 250 BlueTec vorführen. Das Modell soll dann im Frühjahr 2013 auch in den US-Verkaufsräumen stehen. Zudem verbreitert Mercedes das Angebot an Fahrzeugen mit Sprit-sparender Start-Stopp-Technik. Quelle: PressefotoDodge SRT Viper Quelle: AFPDodge SRT Viper Quelle: AFPÜberrascht zeigt sich die US-Kundschaft nach Meinung des Ausstellers dann sicher auch von eher leistungsorientierten kleinen Fahrzeugen, die trotz hoher PS-Zahlen mit guter Ökonomie aufwarten. Dazu wird der Fiat 500 Abarth als Cabriolet ebenso gezählt wie der Mini Paceman, die auf der Show ihren Auftritt haben werden. Quelle: PressefotoEin weiteres Highlight der Messe: Mit originellen Lösungen für das ultimative Polizeifahrzeug für das Jahr 2025 treten die internationalen Design Studios von Bentley, BMW, General Motors, Honda, Hyundai und Subaru gegeneinander an. Die Ergebnisse der Design Challenge werden am 29. November im Rahmen der Auto Show gezeigt.  Quelle: PressefotoRobust, aber nicht geländegängig: Einen Allradantrieb hat der Fiat 500L Trekking nicht. Quelle: dpaHonda Civic Si. Quelle: AFP2013er Ford Fiesta Titanium. Quelle: AFPHonda Accord Plug-in Hybrid Quelle: AFPKia Forte EX Quelle: AFPMitsubishi Outlander Quelle: ReutersQuelle: Reuters