Mineralölwirtschaft in der Kritik
Ferienbeginn: Der Benzinpreis steigt wieder

Die Benzinpreise in Deutschland sind wieder leicht gestiegen. Superkraftstoff habe sich im Schnitt auf 1,40 Euro je Liter verteuert, teilte der Energie Informationsdienst (EID) am Donnerstag in Hamburg mit.

HB HAMBURG. Das entspreche einem Anstieg binnen einer Woche um etwa einen Cent je Liter. In ähnlichem Ausmaß habe sich Diesel auf durchschnittlich 1,18 Euro je Liter verteuert. Damit liegt Superbenzin weiter unterhalb des im Mai erreichten vorläufigen Jahreshochs von 1,43 Euro je Liter.

EID-Chefredakteur Heino Elfert sagte, die Mineralölkonzerne hätten die Benzinpreise in dieser Woche abermals erhöht. „Zwei Preisrunden von je drei Cent haben gerade ausgereicht, um praktisch wieder auf das Vorwochenniveau zurückzukommen.“ Der deutsche Benzinmarkt gilt als hart umkämpft. Nach einer Erhöhung sinken die Preise wegen der scharfen Konkurrenz zwischen den Tankstellen meist wieder. „Dieses Spiel haben wir jede Woche“, sagte Elfert.

Der Benzinpreis folgt in der Regel dem für Erdöl. Zuletzt hatte sich das aber geändert. Eine hohe Benzin-Nachfrage aus den USA sorgt dafür, dass die Preise an den Tankstellen auch hier zu Lande klettern. In den USA reichen die Raffineriekapazitäten regelmäßig vor Beginn der Reisesaison nicht aus, deshalb decken sich die US-Mineralölkonzerne in Europa mit Kraftstoff ein. In der Folge steigen in Rotterdam die Preise.

Hinzu kommt, dass sich Erdöl aktuell als Folge der Krise in Palästina verteuert hat. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Donnerstagnachmittag auf 71,30 Dollar. Damit lag der im August erreichte Rekord von 78 Dollar wieder in greifbarer nähe.

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