Mini peilt 2005 Rekordabsatz an
BMW sieht Entspannung auf den Automärkten

Der Autobauer BMW will im laufenden Jahr ein deutliches Absatzplus erreichen. Dabei sollen vor allem neue Modelle wie die kleine 1er-Reihe helfen. Beim Mini wird 2005 sogar ein Rekordabsatz angepeilt.

HB FRANKFURT. BMW rechnet in diesem Jahr mit einem Absatzwachstum der Gruppe von neun Prozent. Der Anstieg des Absatzes der BMW-Gruppe werde am oberen Ende der Spanne von sechs bis neun Prozent liegen, sagte Konzernchef Helmut Panke bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) am Montag in Frankfurt. "Für den Gesamtmarkt gehen wir dieses Jahr in Deutschland von einem Wachstum von rund zwei Prozent aus", fügte er hinzu.

Auf den Automärkten habe sich die Situation, was Kaufanreize betreffe, etwas entspannt, sagte Panke. Für das kommende Jahr gehe er davon aus, dass sich die Situation nicht verschlechtern werde. Besonders in den USA seien die Rabatte deutlich weniger geworden. "Je Fahrzeug wird in den USA ein Nachlass von 1000 bis 1500 Dollar gegeben", erläuterte Panke. "In diesem Jahr werden wir in den USA ein vernünftiges Wachstumsplus sehen, also nicht nur zwei Prozent", fügte er hinzu.

Währungsschwankungen und hohe Rohstoffpreise würden den Konzern dieses Jahr mit 700 Mill. bis eine Milliarde Euro belasten, wenn BMW nicht gegensteuern würde, ergänzte Panke. In diesem Jahr sei BMW gegen Währungsschwankungen ausreichend abgesichert. "Für 2006 haben wir eine kräftige Position." Außerdem arbeite der Autohersteller ständig daran, die Kosten etwa in der Produktion oder für Material zu senken. Das Ziel sei, die Produktivität des Konzerns jährlich um fünf Prozent zu erhöhen. "Das haben wir vergangenes Jahr übertroffen und werden es auch dieses Jahr übertreffen", sagte der BMW-Chef.

Über das Ausmaß des geplanten Aktienrückkaufs, den BMW im März angekündigt hatte, werde in diesem Herbst entschieden. "Es wird aber vor Dezember geschehen", sagte Panke. Der Rückkauf werde im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten liegen, also bis zu zehn Prozent der Aktien umfassen.

Die BMW-Marke Mini peilt in diesem Jahr die sogar Rekordmarke von 200 000 verkauften Fahrzeugen an. Das kündigte BMW - Vorstandsmitglied Michael Ganal am Montag auf der IAA in Frankfurt an. In den ersten acht Monaten dieses Jahres habe Mini weltweit insgesamt mehr als 139 000 Wagen ausgeliefert, das seien 13,3 % mehr als ein Jahr zuvor. Der Kleinwagen sei ein Dauerbrenner: in Deutschland wurde Ende August der 100 000ste Mini verkauft.

Weltweit trage die Premiummarke Mini rund 15 % zum BMW-Konzernabsatz bei. Kunden seien durchaus bereit, für einen Mini den Preis eines Mittelklasse-Fahrzeugs zu zahlen, sagte Ganal. In Europa liege der durchschnittliche Verkaufspreis bei rund 21 000 ?. Die Mini-Familie aus Dreitürer und Cabrio werde künftig mit neuen Varianten ausgebaut. Auf der Messe präsentierte Mini eine Konzeptstudie für einen Kombi mit geteilter Hecktür. Ob und wann dieser Wagen gebaut wird, sei noch nicht entschieden.

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