Mit dem Modell Q7 will Audi die Klasse der Luxus-Geländewagen mächtig aufmischen
Der Bulle aus Ingolstadt

Wer zu spät kommt, der braucht eine besonders gute Marketing-Idee. Was das Segment der Luxus-Geländewagen betrifft, ist Audi zweifellos spät dran. Lange nach BMW und Mercedes, nach VW, Porsche und Volvo treten die Ingolstädter erst jetzt in dieser Klasse an: Am 12. September, dem ersten Pressetag der IAA in Frankfurt, wird der Q7 enthüllt.

FRANKFURT. Anfang kommenden Jahres sollen die ersten Kunden ihre Autos erhalten. Damit der Wagen nicht als Nachzügler abgestempelt wird, bemüht sich Audi, die besondere Sportlichkeit des Q7 hervorzuheben. Zudem ist das Auto größer als alle Konkurrenten – was eine dritte Sitzreihe und insgesamt sieben Plätze an Bord möglich macht. Der 5,09 Meter lange Riese hält sich gar nicht erst mit Kleinigkeiten auf: Audi klotzt in jeder Hinsicht.

Schon die Karosserie signalisiert, das man diesem Wagen besser mit Respekt begegnet. Der Singleframe-Kühlerschlund ist so groß wie bei keinem anderen Audi-Modell. Die Flanken ragen hoch wie Burgmauern, die Radhäuser quellen selbstbewusst in die Breite. Dennoch hat es Chefdesigner Walter da Silva geschafft, den Wagen weder plump noch klobig aussehen zu lassen. Die vergleichsweise flachen Seitenscheiben, die geschwungene Dachlinie und die stark geneigte C-Säule geben dem Q7 trotz des XXL-Formats eine gewisse Leichtigkeit und Dynamik.

Drinnen herrscht wieder der Eindruck vor, in einem sehr großen Auto zu sitzen. Durch die drei Sitzreihen, die sich variabel auf- und einfalten lassen, ergeben sich insgesamt 28 Innenraum-Konfigurationen. Das Ladevolumen im Gepäckraum lässt sich ebenso flexibel den Transportbedürfnissen anpassen. Als Fünfsitzer schluckt der Kofferraum 775 Liter, als Zweisitzer gar 2035 Liter. Damit sichert sich der Q7 in dieser Klasse den Titel des Lademeisters.

Auf der Antriebsseite sieht es zunächst etwas karg aus – was die Auswahl anbelangt, nicht jedoch bei der Leistung. Die stellen beide Aggregate, ein V6-Diesel und ein V8-Benziner, üppig portioniert zur Verfügung. Der Dieselmotor leistet 233 PS und stemmt 500 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Beim 4,2 Liter großen V8, der vor allem auf dem US-Markt die Kunden locken soll, treten 350 PS an, während das maximale Drehmoment bei 440 Nm liegt. Als Höchstgeschwindigkeit beim V8 sind 250 km/h realistisch, der Dieselvariante wird schätzungsweise bei 220 km/h die Puste ausgehen – exakte Fahrdaten mag Audi noch nicht bekannt geben. Ein paar Details möchten sich die Ingolstädter für die Weltpremiere aufheben.

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