Mitgliederzahl steigt weiter
ADAC erhöht Beiträge um zehn Prozent

Deutschlands größter Autoklub meldet Beitragsrekorde. Dank steigender Mitgliederzahl verdient der ADAC vor allem mit Versicherungen und Finanzdienstleistungen prächtig. Jetzt soll die Mitgliedschaft teurer werden.
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München2012 war für den ADAC ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Dafür sorgte vor allem die positive Entwicklung des Mitgliederbestands, der sich um mehr als 556 000 auf 18,42 Millionen erhöhte - ein Plus gegenüber 2011 von rund 3,1 Prozent. Damit wurden die Erwartungen erneut deutlich übertroffen.

Der ADAC hat außerdem erstmals mehr als eine Milliarde Euro an Mitgliedsbeiträgen eingenommen. Der weltweit zweitgrößte Autoclub verbuchte im vergangenen Jahr Beitragseinnahmen von rund 1,01 Milliarden Euro, wie der Klub am Mittwoch in München mitteilte. Derzeit zählt die Organisation rund 18,8 Millionen Mitglieder.

Beiträge werden rund 10% erhöht

Und die werden wohl für weiter steigende Einnahmen sorgen, denn der Autoclub wird die Beiträge erhöhen. Es ist zwar das erste mal seit 2004, wie man in München betont, doch dürfte dies vor dem Hintergrund der guten Einnahmesituation nicht jedem Mitglied schmecken.

Eine normale Mitgliedschaft wird demnach vom kommenden Jahr an 49 statt 44,50 Euro im Jahr kosten, das ist ein Plus von gut 10 Prozent. Der Autofahrerklub könne angesichts steigender Preise seine Leistungen ohne die Erhöhung nicht mehr kostendeckend anbieten, argumentiert Präsident Peter Meyer.

So habe der Klub 2012 allein für seine 1.700 Fahrzeuge im Wert von 8,3 Millionen Euro tanken müssen. 2004 hätten dafür noch 5,5 Millionen gereicht. Im Vergleich zu anderen Dienstleistungen falle die Erhöhung maßvoll aus, ergänzte Meyer.

Seinen Einfluss will der ADAC zur Bundestagswahl nutzen: Der Autoklub fordert von den Parteien in einem umfassenden Paket etwa ein klares Nein zur Pkw-Maut, eine Stärkung des Wettbewerbs auf dem Spritmarkt oder mehr Investitionen in den Straßenbau.

Mit den Mitgliedern hat auch die Zahl der geleisteten Pannenhilfen weiter zugenommen. 2012 verzeichnete der ADAC das zweithöchste Pannenaufkommen in der 110-jährigen Klubgeschichte. Die rund 1.700 ADAC Straßenwachtfahrer sowie die knapp 940 vertraglich gebundenen Straßendienstunternehmen rückten mehr als 4,17 Millionen Mal aus, um Hilfe zu leisten. Das sind rund 105.000 Hilfeleistungen mehr als 2011 (plus 2,6 Prozent).

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Jahresergebnis sinkt leicht

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  • Irgendwie komme ich da bei der Logik nicht mit:

    Der ADAC braucht 5 Mio mehr für Treibstoff. Der "Gewinn" aus der beitragserhöhung betragt fast 100 Mio ( 10 % von fast 1 Mrd. Beitrag.

    Er macht jetzt ca. 25 Mio Gewinn. Nach der Beitragserhöhung dann fast 125 Mio.

    Wäre der ADAC eine Bank oder Versicherung würde man denen das Haus anzünden.

  • Wer sparen will soll kein Auto fahren!
    Öl wächst halt nicht auf den Bäumen!
    Und wer keine Steuern zahlen will soll entweder auswandern oder dagegen kämpfen, indem man sich selber politisch angagiert um die politische EUDSSR-Dikttatoren-Kaste zu entmachten!

  • ADAC ist überflüssig wie ein Kropf!
    Viel zu teuer und unzuverlässig!

    Bin seit 20 Jahren nicht mehr im ADAC seitdem mich deren Rechtsschutz hängen gelassen hat und bin seitdem besser "gefahren"!

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