Model S
Tesla verkauft sich in Norwegen besser als der Golf

In Norwegen ist nun der 416 PS starke Elektro-Sportwagen Tesla S auf Platz eins der Zulassungsliste. Das Auto ist so beliebt, dass Norweger sogar mehr Geld für Gebrauchte zahlen, als auf den Neuen zu warten.
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Der 416 PS starke Elektro-Sportwagen Tesla S hat in Norwegen das Alltagsauto VW Golf vom Platz eins der Zulassungsliste verdrängt. Dank großzügiger Steuervergünstigungen und einem Wegfall von Mautgebühren lag der Marktanteil der strombetriebenen Limousine im September bei 5,1 Prozent, während das deutsche Erfolgsmodell nur auf 4,6 Prozent kam. Der Tesla S ist so begehrt, dass Norweger für Gebrauchte mehr Geld zahlen als für Neuwagen, um nicht fünf Monate warten zu müssen. "Die Nachfrage ist extrem", sagte der Bergener Tesla-Händler Joar Tenfjord.

Ein Grund für den Tesla-Erfolg in dem skandinavischen Land sind die vergleichsweise hohen Steuern auf Autos mit großen Verbrennungsmotoren: Wer einen Wagen kaufen will, der sich mit den Fahrleistungen des Tesla S messen kann, muss etwa doppelt so viel Geld ausgeben. Die Regierung fördert Elektroautos zudem mit kostenlosen Parkplätzen und Aufladestationen. Fahrer dürfen auch Busspuren nutzen. Die finanziellen Anreize kann sich Norwegen leisten, weil durch die Ölvorkommen des Landes verlässlich Geld in die Staatskassen kommt. Nach Berechnungen des Statistikamtes zahlt Norwegen bis zu 10.500 Euro im Jahr zur Vermeidung von einer Tonne Treibhausgas.

Auch in den USA gibt es eine große Nachfrage nach dem Tesla S. In diesem Jahr sind dort nach Schätzungen 14.300 Wagen verkauft worden. In Norwegen lassen sich Interessenten auch nicht von einem Brand eines Teslas in der Nähe von Seattle abschrecken. Es gebe zwar Fragen danach, sagte Händler Tenfjord. Aber die Nachfrage sei nicht zurückgegangen.

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