Motorradfahrer mussten ohne Maschinen weiterreisen
Schweizer Polizei stoppt illegalen „Cannonball Bike Run“

Die Mitte der Woche in der Schweiz im Wallis gestoppten 21 Teilnehmer eines illegalen Motorradrennens sind nach der Befragung durch die Polizei weitergereist. Sie mussten jeweils 2 500 Franken hinterlegen, ihre Maschinen blieben beschlagnahmt, wie die Behörden am Freitag mitteilten.

HB SITTEN/SCHWEIZ. Die Teilnehmer am so genannten „Cannonball Bike Run“ waren am Mittwoch durchs Wallis gerast, hatten Verkehrsteilnehmer gefährdet und rechts überholt. Zwei von ihnen durchbrachen sogar eine Polizeisperre, wurden aber ebenfalls gestoppt. Laut den Ermittlungen der Kantonspolizei Wallis handelte es sich bei den Teilnehmern um zehn Dänen im Alter zwischen 24 und 37 Jahren, acht Engländer im Alter zwischen 30 und 44 Jahren, einen 29-jährigen und einen 31-jährigen Finnen sowie einen gleichaltrigen Neuseeländer.

Laut einem sichergestellten Routenbuch waren sie um 07.00 Uhr in Lausanne gestartet und wollten die 1 005 Kilometer lange Strecke nach Portoroz an der slowenischen Adriaküste bis 19.30 Uhr schaffen.

Die Schweizer Polizei klärt nun mit der Analyse von Videoüberwachungskameras, für welche Übertretungen sie in Frage kommen und ob sie auch in ihren Herkunftsländern zur Rechenschaft gezogen werden können. Auf der Autobahn im Wallis wurden bis zu 220 Kilometer pro Stunde gemessen, auf der Hauptstraße T9 zwischen Siders und Brig bis zu 120. Die Polizei erinnerte daran, dass die Tempoexzesse in der heiklen Zeit vor 08.00 Uhr stattfanden, als unter anderen zahlreiche Kinder auf dem Schulweg waren.

Die 21 hubraumstarken Maschinen, die zum Teil mit Radarwarngeräten und einer Videokamera ausgerüstet sind, bleiben vorerst gerichtlich unter Verschluss. Über eine Rückgabe oder einen Einzug wird später entschieden. Die 21 Betroffenen konnten nach der Befragung und der Hinterlegung von jeweils 2 500 Franken weiterreisen. Als Ziel gaben sie Budapest an.

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