Motorsport
"Monster" erstürmt Pikes Peak in neuer Bestzeit

Es ist das wohl spektakulärste Bergrennen der Welt, und Rallye-Legende Nobuhiro „Monster“ Tajima dominiert es seit mehr als zehn Jahren. Diesmal stürmte der 61jährige mit 920 PS über Asphalt und Schotter.
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ColoradoBeim 89. Pikes Peak International Hill Climb, dem legendären „Race To The Clouds“ im US-Bundesstaat Colorado, bezwang der Rallye- Pilot in seinem modifizierten Suzuki SX4 erneut als Schnellster die 12,42 Meilen (19,99 Kilometer) lange Rennstrecke, und stellte damit seine eigene Rekordzeit aus dem Jahr 2007 ein. Nur 9:51 Minuten benötigte “Monster“ mit seinem SX4 Hill Climb Special, um die 156 Kurven und 1.439 Höhenmeter in Bestzeit zurückzulegen. Damit hat Tajima seinen 2007 mit einem modifizierten Suzuki XL7 aufgestellten Streckenrekord von 10:01 Minuten um zehn Sekunden unterboten, - und das zwei Tage vor seinem 61. Geburtstag.

Am Pikes Peak gehen rund 200 Teilnehmer in elf Fahrzeugklassen an den Start. Rund die Hälfte der Strecke ist asphaltiert, der Rest Schotter. Die dünne Luft in den Bergen erfordert Höchstleistungen von Fahrern und Motoren. In früheren Jahren war Tajima unter anderem mit einem modifizierten Suzuki Grand Vitara bei dem halsbrecherischen Gipfelrennen angetreten, das von 2.862 auf 4.300 Meter Höhe führt, teils über unbefestigte Wege und direkt am Abgrund entlang.

Der Monster Sport SX4 Hill Climb Special wurde speziell für Bergrennen entwickelt und gewann am Pikes Peak bereits 2009 und 2010. Der von Tajimas Team Monster Sport aufgebaute Twin-Turbo- V6- Motor holt aus 3,1 Liter Hubraum mehr als 920 PS. In zahlreichen Windkanal-Tests wurde die Aerodynamik des Suzuki SX4 verbessert, um eine optimale Straßenlage und beste Fahreigenschaften für dieses anspruchsvolle Rennen zu gewährleisten.

1988 startete der Japaner erstmals beim jährlich stattfindenden, zweitältesten Motorsport-Event Nordamerikas , im Jahr 1993 gewann Nobuhiro Tajima für Suzuki Sport erstmals die „Unlimited Division“ in 10:44:22 Minuten. Weitere Erfolge in dieser Klasse und Gesamtsiege folgten 1995, 1998, 1999, 2000 und seit 2003 achtmal in Folge.

Deutsche Pikes-Peak-Fans werden sich gerne daran erinnern, dass Walter Röhrl 1987, als die Strecke noch nicht sicherheitstechnisch entschärft und zur Hälfte asphaltiert war, im rund 600 PS starken Audi quattro S1 mit 10:47 den Sieg holte.

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