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Multimedia-Zubehör im Auto

Das Auto ist für viele Menschen nicht nur ein Gebrauchsgegenstand. Viele Autofahrer entwickeln eine ganz besondere, manchmal auch etwas irrationale Beziehung zu ihrem fahrbaren Untersatz.

dpa/gms HANNOVER. Das Auto ist für viele Menschen nicht nur ein Gebrauchsgegenstand. Viele Autofahrer entwickeln eine ganz besondere, manchmal auch etwas irrationale Beziehung zu ihrem fahrbaren Untersatz.

Kein Wunder, dass viele Karossen mit allem erdenklichen Zubehör ausgestattet werden. Doch neben dem üblichen Spoiler- Alufelgen-Breitreifen-Programm richten immer mehr Autofahrer ihr Augenmerk auch auf den Innenraum. Multimedia-Equipment für das Auto können sie auf der weltgrößten Computer- und Technikmesse Cebit (noch bis 16. März) in Hannover reichlich finden.

Zur begehrten Zusatzausstattung zählen neben leistungsfähigen Musikanlagen mit CD-Wechslern und phonstarken Boxen zunehmend auch Geräte aus dem Bereich des so genannten Home Entertainments. Bislang wurden DVD-Systeme, Tuner für den Empfang von digitalen Fernsehprogrammen oder Adapter für die Einbindung portabler Musik-Player in die Hifi-Anlage vor allem für das Haus angeboten. Immer mehr Hersteller nehmen nun auch zum Festeinbau vorgesehene Nachrüstlösungen oder portable Geräte für das Auto ins Programm.

Das Unternehmen Visson etwa stellt auf der Cebit eine Car-Entertainment-Lösung vor, die digitales Dvbt-Fernsehen, einen CD-, DVD- und MP3-Player sowie ein Satellitennavigationssystem mit weiteren Unterhaltungsfunktionen kombiniert. Der Auto PC verspreche die „ultimative In-car-Unterhaltungserfahrung“, heißt es. Das Gerät besitzt drei LCD-Displays. Der DVD-Player spielt alle gängigen Film- und Musikformate. Mit dem Tuner können digitale und analoge Fernsehprogramme sowie Radiosender empfangen werden.

Außerdem lassen sich laut Visson an den Auto-PC weitere Audio-Video-Geräte anschließen. Der Empfang der Fernsehprogramme soll auch während der Fahrt ohne Probleme möglich sein. Ein weiteres Gerät, der mobile Dvbt-Tuner VI 3 270 T, den Visson ebenfalls auf der Messe vorstellt, soll sogar für störungsfreien Fernsehempfang bei Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde (km/h) ausgelegt sein.

Auch die Dvbt-Nachrüstlösung, die der niederländische Zulieferer Hirschmann auf der Cebit zeigt, liefert laut Key Account Manager Hans Ligtenberg störungsfreie Bilder bis 120 km/h. Da das Gerät über einen Smart-Card-Anschluss verfügt, könne auch verschlüsseltes Pay-TV empfangen werden. Geliefert wird der Tuner inklusive Anschlusskabel und Antennen. Ein Display ist nicht im Paket enthalten, der Empfänger wird einfach an den Monitor des Navigationssystems angeschlossen. In den Niederlanden wird „Cartv“ bereits für 709 Euro ohne Steuern verkauft, für Deutschland sei der Vertrieb geplant, sagt Ligtenberg.

Wer den aufwendigen Festeinbau scheut, kann für die Urlaubsreise zur Unterhaltung der Kinder auch einen tragbaren DVD-Player anschaffen. Das Unternehmen LG Electronics zeigt in Hannover das Modell DP-8 821. Es verfügt über ein sieben Zoll großes TFT-Display, gibt alle gängigen DVD-, CD-, Musik- und Video-Formate wieder und lässt sich über einen 12-Volt-Adapter im Auto an die Buchse des Zigarettenanzünders anschließen. Ein ähnliches Gerät will das Unternehmen Yakumo von Mai an zu Preisen von 249 Euro anbieten.

Eine pfiffige Befestigungsmöglichkeit im Auto hat sich der Hersteller Sevic für seine mobilen Multimediasysteme einfallen lassen. Damit die DVD-Player der Serie Vision Liberty während der Fahrt nicht durch den Innenraum poltern, liefert Sevic spezielle Kopfstützenbezüge mit, in die der Player samt integriertem Monitor gesteckt wird. Die Bezüge werden dann einfach über die Kopfstützen der Vordersitze gezogen, so dass der Monitor im Blickfeld der Fondinsassen sitzt, ohne verrutschen zu können. Je nach Ausführung lassen sich die Geräte auch als Spielkonsole nutzen.

Auch für Musikfans, die im Auto auf den Titelfundus ihres Musik-Players ipod von Apple zugreifen wollen, gibt es neuerdings entsprechende Nachrüstlösungen. Sie sind zwar nicht auf der Cebit zu sehen, wurden allerdings zur Messe vorgestellt. So bietet etwa das Unternehmen Techart Carconsolen aus Ilsfeld (Baden-Württemberg) einen „Aktivhalter“ für den ipod und den ipod Mini an. Über einen speziellen Kabelsatz wird der Halter mit dem Autoradio verbunden. Die Nachrüstlösung ist für verschiedene Fahrzeugtypen lieferbar und soll 119 Euro kosten.

Ähnliche Lösungen sind für den BMW Mini und die neue B-Klasse von Mercedes-Benz auch schon ab Werk erhältlich. Das Mini-ipod-Interface kostet zuzüglich Einbau 157,50 Euro. Damit lassen sich laut Mini alle ipod-Funktionen über das Multifunktionslenkrad steuern. Die Musikwiedergabe erfolgt über das Lautsprechersystem des Fahrzeugs.

Auch das ohne Einbaukosten 183 Euro teure ipod-Interface-Kit von Mercedes integriert den Player nach Herstellerangaben vollständig in die Fahrzeugelektronik. Die Bedienung erfolgt auch hier über die Tasten des Lenkrads. Das Display in der Instrumententafel zeigt den jeweiligen Musiktitel an.

Laut Mercedes erfolgt die Vernetzung nach dem „Plug-and-Play“- Prinzip: Der ipod müsse lediglich mit der Schnittstelle im Handschuhfach verbunden werden. Die Konfiguration erfolge automatisch. Die Ausrüstung des Autos mit Multimedia-Zubehör kann also ganz einfach sein. Mit so wenigen Handgriffen ist die Montage von Spoilern oder Alufelgen zumindest meist nicht erledigt.

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