Nach Filtertest
Auch Tenneco nimmt Nachrüstsystem vom Markt

dpa/tmn FLENSBURG. Nach den Firmen GAT und Bosal hat nun auch der Hersteller Tenneco Nachrüstpartikelfilter vom Markt genommen. Das hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg berichtet.

Das Unternehmen habe erklärt, die Produktion der Partikelminderungssysteme mit der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) 17 104, 17 120, 17 132 und 17 133 einzustellen, erklärte die Behörde. Das KBA habe am selben Tag die Löschungen der ABE vorgenommen. Kfz-Werkstätten dürfen damit ab sofort keine entsprechenden Filtersysteme von Tenneco mehr einbauen.

Damit zieht der Skandal um offenbar unwirksame Nachrüstpartikelfilter weitere Kreise. Nachdem Umweltschützer in Zweifel gezogen hatten, dass die Systeme die vorgeschriebene Filterquote erfüllen, hatte das KBA eine Nachprüfung von GAT- und Bosal-Filtern angeordnet. GAT hatte daraufhin von sich aus die ABE für fünf Partikelfilter zurückgegeben und den Verkauf der Produkte bis auf weiteres eingestellt. Auch Bosal lässt nach Angaben eines Sprechers in Viersen den Vertrieb seiner Filtersysteme vorerst ruhen, nachdem die Systeme beim KBA-Test durchgefallen waren.

Die Tenneco-Filter sind nach Angaben eines KBA-Sprechers baugleich mit den GAT-Systemen, werden aber unter eigenem Namen verkauft. Daher erhielten sie auch eigenständige ABE-Nummern. Bei Tenneco in Edenkoben war zunächst niemand zu einer Stellungnahme bereit.

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