Nach nur drei Jahren Bauzeit

Baldiges Aus für den Opel Ampera?

Trotz ambitionierter Technik und großem Experten-Applaus: Der Opel Ampera, 2012 als „Car Of The Year“ gekrönt, ist wirtschaftlich wohl gescheitert. Laut aktuellen Medienberichten soll er bald nicht mehr gebaut werden.
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Opel Ampera - Aus für das Elektroauto Quelle: Opel

Opel Ampera: Das fast 40.000 Euro teure Schwestermodell des Chevrolet Volt verkauft sich schlecht und könnte noch dieses Jahr auslaufen.

DüsseldorfDer Opel Ampera steht offenbar vor dem Aus. Das kompakte Elektroauto soll nach Informationen der „Automotive News Europe“ 2015 aus dem Programm genommen werden. Dann steht das Facelift für das baugleiche Schwestermodell Chevrolet Volt an, das die Opel-Version nicht mehr mitmachen wird.

Als Grund nennt der Bericht die schwachen Verkäufe des technisch ambitionierten Modells. Lediglich 332 Einheiten fanden in den ersten fünf Monaten in Europa einen Käufer, in Deutschland gab es im kompletten ersten Halbjahr lediglich 46 Neuzulassungen. Zum Vergleich: Ferrari hat beim sündteuren F12 im gleichen Zeitraum 83 Neuzulassungen zu melden.

Auch der angekündigte Markt-Rückzug von Chevrolet dürfte die Chancen für den Ampera nicht verbessern – der Volt verkaufte sich noch einmal deutlich schlechter als sein deutscher Ableger. Opel wollte den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren.

Der Ampera – 2012 sogar als Auto des Jahres ausgezeichnet - grenzt sich technisch von den meisten anderen Elektroautos ab. Neben der Batterie hat er einen kleinen Vierzylinderbenziner als permanenten Reichweitenverlängerer an Bord, der allerdings nicht das Auto antreibt, sondern bei niedrigem Akkustand für Stromnachschub sorgt.

So sind nach der rein elektrischen Fahrt von bis zu 80 Kilometern noch weitere rund 460 Kilometer im Generatorbetrieb möglich. Der Viersitzer kostet aktuell 38.260 Euro.

Was uns am Opel Ampera gefällt, - und was nicht
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Für ein “Sparmobil” beschleunigt der Ampera erstaunlich flott - auch wenn das der Batterie nicht gefällt.

Link: Hier gehts zum vollständigen Test-Tagebuch ...

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Unter der Haube nimmt der Benziner deutlich mehr Platz ein als die Elektro-Einheit (rechts). Bei der Leistung ist es aber genau umgekehrt: Elektrisch leistet der Ampera 150 PS, der Verbrenner nur 86 PS.

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Im Motorraum ist auch ein Hinweis für die Rettungskräfte, wo die normale 12-Volt-Batterie sitzt, die sie bei einem Unfall abklemmen müssen. 

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Das Opfer der aerodynamischen Form: Auf den Rücksitzen sinkt die Kopffreiheit. Mit 1,85 Metern stört das aber eher beim Einsteigen als während der Fahrt. Mitfahrer über 1,90 Metern werden aber auch dann Probleme haben.

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Dafür sitzen die beiden Passagiere vorne bequem. Die Platzverhältnisse passen, das Gestühl ist auch langstreckentauglich. Nur hinten leidet die Beinfreiheit spürbar bei einem großen Beifahrer.

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Die Bedienung der gesamten Mittelkonsole überzeugt nicht. Die “Tasten” reagieren nur auf Berührung. Da auch einige Elemente des Touchscreen sehr tief sitzen, kommt man sehr leicht an die Lüfter-Steuerung, obwohl man nur ein anderes Lied am Display wählen will. Das glänzende Material ist sicher auch nicht jedermanns Fall.

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Für das Ladegerät gibt es unter dem Kofferraum ein eigenes Fach. Dazu muss es aber wirklich akkurat aufgerollt sein, sonst schließt das Fach nicht mehr richtig.

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4 Kommentare zu "Nach nur drei Jahren Bauzeit: Baldiges Aus für den Opel Ampera?"

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  • Die Absatzzahlen sind die Antwort auf die verlogenen Argumente der Grünen und ihrer Mitläufer. Seit wann laufen E-Autos CO2-frei, bloß weil der Strom woanders hergestellt wird? Falls CO2 überhaupt soo wichtig ist, wie es die Grünen behaupten und vermuten. Daß bei grünem Diktat alles sehr viel teurer wird, wissen wir auch so.

  • Sogar, wenn so ein Auto nur 5000,-€ kosten würde, wäre es sein Geld nicht wert, denn jeder vernünftige Mensch weiß, was ein Akku leisten kann und wie schnell er versagt.
    Auch Gutmenschen müssen sich der Physik geschlagen geben, selbst wenn es ihrer Traumwelt nicht entspricht und sie sich neue Phantastereien erschaffen müssen, um ihren Aufenthalt auf dieser Welt zu überbrücken.

  • Richtig so. Elektroautos sind technisch Unsinn und nur von grünen Weltverbesserern gewollt.

    Viel besser sind z.B. Brennstoffzelle oder Gasantriebe mit e-Gas (synthetisch erzeugtes Gas).

  • []Der Viersitzer kostet aktuell 38.260 Euro.[]
    Das ist die Basisversion. Der "Normalpreis" liegt wohl eher so um die 45.000€. Also zu viel Geld für zu wenig Auto.
    Hier zeigt sich aber wieder das Problem des Herstellers Opel. Anstatt auf Prestige zu setzen wird wieder einmal nur auf den Gewinn geachtet. Man könnte mit dem Ampera eine klasse Werbekampagne starten die Marktvorteile für die gesamte Produktpalette hätte. Leider haben bei Opel zu viele Betonköpfe das Sagen.

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