Nach Öl-Hausse
Kraftstoffpreise wieder auf Rekordniveau

Der jüngste Preissprung beim Öl hat auch die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen wieder auf Rekordniveau getrieben. Die Anzeigen für Superbenzin bewegten sich am Dienstag zwischen 1,51 Euro und 1,54 Euro je Liter, wie dpa aus der Mineralölwirtschaft erfuhr.

dpa HAMBURG/WIESBADEN. Nach einer Preisrunde am Vorabend gaben die Verkaufspreise damit aufgrund des intensiven Wettbewerbs im Markt wieder nach. Diesel lag aktuell mit 1,52 Euro je Liter einen Cent unter seinem bisherigen Höchstwert aus dem Mai. Begründet werden die Preisaufschläge mit den hohen Einkaufskosten in Rotterdam.

Der US-Ölpreis war am Dienstag nach Vortagesverlusten wieder gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli kostete 134,80 Dollar. Das waren 45 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Am vergangenen Freitag war die WTI-Notierung nach dem größten Preissprung seit Aufnahme des Handels auf einen Rekordstand von 139,12 Dollar geklettert. Die Internationale Energieagentur (IEA) senkte unterdessen ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr erneut leicht. Die Nachfrageprognose für 2008 sei um 80 000 Barrel pro Tag auf nunmehr 86,8 Mill. Barrel pro Tag reduziert worden, teilte die IEA mit. Vor allem die hohen Ölpreise würden die Ölnachfrage voraussichtlich belasten.

Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat sich der Preis für Diesel an den Zapfsäulen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Der Preisauftrieb war deutlich höher als bei Benzin und Super-Kraftstoff, die zwischen 1998 und 2007 um knapp 69 beziehungsweise 66 Prozent teurer wurden. Die jüngsten Preissteigerungen der vergangenen Monate sind in dieser Statistik bis Ende 2007 noch nicht enthalten. Trotz der steigenden Kraftstoff- Preise sind die als verbrauchsarm geltenden Diesel-Fahrzeuge immer beliebter geworden. 1998 war noch mehr als die Hälfte (56 Prozent) des verbrauchten Kraftstoffs Benzin, 2007 hatte Diesel mit einem Anteil von 55 Prozent die Nase vorn.

Aus Protest gegen die hohen Mineralölpreise blockierten am Dienstag in Spanien Lastwagenfahrer mehrere Autobahnen in der Umgebung von Madrid. Unterdessen verhandelte die spanische Regierung mit den Verbänden der Lkw-Fahrer, die zu einem unbefristeten Streik aufgerufen hatten. Auch im benachbarten Portugal setzten die LKW- Fahrer ihren am Montag begonnenen Ausstand fort.

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