Nach Unfall Polizei rufen
Kleintieren besser nicht ausweichen

dpa/gms STUTTGART/WIESBADEN. Autofahrer sollten über die Straße huschenden Kleintieren wie Hasen nicht ausweichen. Immer wieder ziehen solche Ausweichmanöver Unfälle nach sich, warnt der Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart.

Die Folgen seien oft weitaus schlimmer als jene, die eine Kollision mit dem Vierbeiner gehabt hätte. Außerdem weigert sich unter Umständen die Versicherung, einen Schaden am Auto voll zu übernehmen, wenn sie erfährt, dass der Fahrer einem Kleintier ausweichen wollte. Größere Tiere wie Wildschweine, Rehe oder gar Hirsche sollten dagegen nach Möglichkeit umfahren werden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 2 291 Wildunfälle mit Personenschaden verzeichnet. Dabei verletzten sich insgesamt knapp 2 700 Menschen, 14 kamen ums Leben. Die meisten dieser Unfälle - 87 Prozent - passierten auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften, gut zwei Drittel ereigneten sich zwischen 20.00 und 8.00 Uhr.

Wer in einen Wildunfall verwickelt ist, muss laut dem ACE sofort die Polizei verständigen. Schäden am Auto gilt es bei nächster Gelegenheit der Versicherung zu melden. Zur Erleichterung des Verfahrens lässt sich der Fahrer die Schäden von der Polizei schriftlich bestätigen. Hilfreich sind auch Fotos vom Unfallort. Wer ein Wildtier überfahren hat, darf es wegen der Gefahr, sich mit Tollwut zu infizieren, allenfalls mit Handschuhen anfassen. Auf keinen Fall darf er es mitnehmen - dies gilt als Wilderei.

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