Nach Unfall
Schüler erhält Schadensersatz vom Fahrlehrer

dpa/gms HAMM/BERLIN. Verunglückt ein Fahrschüler bei einer Übung, kann der Fahrlehrer für Schäden haftbar gemacht werden. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm hervor (Az.: neun U 41/03), auf das der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin hinweist.

Das Gericht verurteilte einen Fahrlehrer zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz an eine Motorradschülerin, die sich bei einem Sturz ein Knie gebrochen hatte. Zu dem Unfall kam des nach Ansicht des OLG, weil der Lehrer eine Aufgabe gestellt hatte, die die Frau überforderte: Sie sollte bei Tempo 50 Notbremsungen ausführen, hatte zum betreffenden Zeitpunkt aber erst sechs Übungsstunden hinter sich.

Ein Fahrlehrer dürfe nur Aufgaben stellen, die der Schüler auch bewältigen kann. Das Gericht sprach allerdings auch der 26-jährigen Schülerin eine Teilschuld zu: Von einer erwachsenen Frau könne erwartet werden, dass sie eine offenkundig gefährliche Übung verweigert.

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