Nachbau mit Elektromotor
Daimler wehrt chinesische Smart-Kopie ab

Die Chinesen sind Weltmeister im Kopieren von Produkten: DVDs, Kameras, Uhren – die Palette an Nachahmerprodukten ist groß. Auch vom Kleinwagen Smart von Daimler-Chrysler gibt es eine chinesische Doublette. Diese sollte sogar in Europa verkauft werden. Doch der Protest von Daimler-Chrysler kam prompt und wirkte.

HB STUTTGART. Der chinesische Hersteller CMEC habe am Donnerstag eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, teilte Smart am Freitag in Stuttgart mit. Die Daimler-Chrysler-Tochter hatte das bei Schanghai anässige Unternehmen zuvor aufgefordert, die Produktion und den Vertrieb der Smart-Kopie einzustellen. Diese Erklärung habe das Unternehmen akzeptiert.

CMEC hatte den zweisitzigen Smart ForTwo nachgebaut. Statt eines Verbrennungsmotors hatten die Chinesen allerdings einen Elektromotor verbaut. Diese Autos sollten Medienberichten zufolge vom kommenden Jahr an in Europa vertrieben werden. Im kommenden Jahr kommt auch das neue Modell des Smart auf den Markt.

Erst am Donnerstag hatte der Nutzfahrzeughersteller MAN eine chinesische Firma wegen eines Busdesigns verklagt, das dem „Starliner“-Modell des Konzerns sehr ähnlich ist. Der chinesischen Zonda Auto Industrial and Automotive Group soll verboten werden, den Bus „A9“ zu produzieren. Zudem fordern die Deutschen vor dem höchsten Gericht in Peking Schadenersatz in Millionenhöhe.

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