Nachwuchs fehlt – Immer weniger große Bikes zugelassen
Motorradhändler erwarten Pleiten

Angesichts der schrumpfenden Motorrad- Zulassungszahlen rechnen Fachhändler mit einer Pleitewelle in diesem Winter. „Es kann gut sein, dass zehn bis 15 Prozent der Fachbetriebe das nächste Jahr nicht mehr erleben“, sagte der Dortmunder Händler Hans-Jürgen Weinrich am Freitag bei der Fachmesse „Bike & Business“ in Essen.

dpa ESSEN. Weinrich ist Vorsitzender des Ausschusses Motorrad im Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. In Deutschland gibt es gut 3 000 Motorrad-Markenhändler und insgesamt etwa 4 800 Zweiradfachbetriebe.

Der Absatz an Neumaschinen mit einem Hubraum über 125 Kubikzentimeter sei seit dem Jahr 1999 auf die Hälfte zurückgegangen. Für 2007 werde mit einem Marktvolumen der „großen“ Motorräder unter 100 000 Einheiten gerechnet, sagte Weinrich. Vor allem der Nachwuchs fehle der Branche. Gründe seien steigende Ausgaben für Computer und Handys und der in Deutschland sehr teure Motorradführerschein. Dass dafür die Zweiradversicherungen im europäischen Vergleich besonders günstig seien, werde öffentlich kaum wahrgenommen.

Trotz der sinkenden Zahlen bleibe ein Bestand von bundesweit rund vier Mill. zugelassenen Motorrädern, der Chancen vor allem für das Werkstattgeschäft biete, sagte der Bundesinnungsmeister des Zweiradgewerbes, Ernst Brehm. In den Betrieben werde weiter über dem gesamtwirtschaftlichen Trend ausgebildet.

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