Neue 3er-BMW-Generation
Ein Blick, der sich einprägt

Der neue 3er BMW setzt auf die dynamischen Tugenden seines Vorgängers. Dazu gibt es größere Dimensionen, mehr Hightech und die langsame Abkehr von sechs Zylindern. Ein echter Hingucker sind die neuen "Augen".
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München/DüsseldorfDas Aussehen des neuen BMW 3ers ist alles andere als eine Überraschung. Ab Ende des Jahres bekommt die Limousine des erfolgreichen Mittelklasse-BMW einen sehenswerten Nachfolger. Die Kombi-Version folgt im Sommer 2012; auf Coupé und Cabriolet müssen die Bayernfans noch knapp zwei Jahre warten. Das neueste Modell aus der Bayern-Reihe zeichnet die Linien von 7er und 5er konsequent eine Nummer kleiner weiter. Von den bisher fünf Dreier-Generationen wurden rund zwölf Millionen Fahrzeuge verkauft.

Trotz der gewachsenen Dimensionen ist der neue 3er optisch mindestens ebenso sportlich wie sein Vorgänger. Besonders auffallend wirkt die Frontansicht mit den Scheinwerferaugen in Form von zusammengekniffenen Augen. „Für mich ist der Dreier eine perfekte Mischung“, so BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Dräger, „er ist hoch dynamisch und dabei ungemein sparsam.“

Die Abmessungen der mittlerweile sechsten Modellgeneration sind im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen; die Proportionen dabei nahezu geblieben. So ist die neue 3er Limousine 9,3 Zentimeter länger geworden. Auch Radstand (plus 5,0 cm), sowie die Spur (vorne plus 3,7 cm und hinten plus 4,7 cm) sind größer als bisher. „Der 3er hat um 40 Kilogramm abgespeckt. So hat er eine besondere Leichtfüßigkeit in den Kurven“, unterstreicht Klaus Dräger.

Die größeren Abmessungen kommen insbesondere den Insassen zugute. Hier gibt es auf den vorderen Sitzen etwas und im Fond deutlich mehr Raum. Wie schon beim jüngst eingeführten BMW 1er wird auch der neue 3er in verschiedenen Ausstattungslinien verfügbar sein. Für den Dreierkunden stehen die Themenbereiche Sport, Luxury und Modern zur Verfügung. „Der 3er ist der Sprinter im Modellprogramm. Er hat einen Blick, der sich einprägen wird“, so BMW-Chefdesigner Adrian van Hooydonk, „auch wenn man den Wagen nur ganz kurz im Rückspiegel sehen wird.“

Neben dem sportlichen Fahrwerk konnte sich der BMW 3er seit je her durch seine kraftvollen Motoren gegenüber der internationalen Konkurrenz in Szene setzen. Die Bayern läuten bei Ihren Mittelklassemodellen langsam die Abkehr von den Sechszylinder-Triebwerken ein. Nur noch die Topmodelle 335i und 335d werden von einem Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum befeuert. Die meisten Benziner und Diesel müssen mit vier Brennkammern auskommen; mittelfristig sind sogar Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum in Planung.

Ob sich dieser Imageverlust mit dem Komplettumstieg auf Turbotriebwerke komplett ausgleichen lässt, wird sich zeigen. Alle neuen Modelle werden von den eigens entwickelten Twin-Power-Turbo-Triebwerken angetrieben.

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Vier Motoren zum Start

Kommentare zu " Neue 3er-BMW-Generation: Ein Blick, der sich einprägt"

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  • Es wäre nicht das erste Mal in der automobilen Geschichte, dass ein Erfolgsmodell ohne Not aufgegeben wird und dann später wieder reanimiert werden muss. Siehe z.B. Golf GTI, der in der 2. und 3. Generation zur reinen Ausstattungsvariante verkommen ist, bevor man sich dann plötzlich wieder an die 1er Legende erinnert hat und die ja eigentlich supertoll fand. Und Opel konnte nach der Aufgabe des Heckantriebs nie wieder so viel Begeisterung wecken, wie die urseligen Manta und C-Kadett. Die kurze Sternschnuppe Speedster verglühte durch eine verfehlte Marketing und Preispolitik. Und nun die Spezies, die man nur hören musste, um sie als 3er BMW zu erkennen? Wie traurig.

  • @Ohh
    @Syntax_Error

    Genau richtig. Eigentlich zahlt man bei deutschen Herstellern Mondpreise. Aber jetzt zahlt man auch noch Mondpreise und bekommt nur eine 4 Zylinder-Rassel. Eine klare Managementfehlentscheidung.
    Und: Wer zur Hölle will 3-Zylinder in einem Premiumfahrzeug? Habt ihr das im Käferzelt nach 3 Liter Bier entschieden?

  • @Syntax_Error

    Wie wahr, der Reihen-6-Zylinder von BMW im 3er. Das war Musik in den Ohren wenn Man(n) auf's Gaspedal drückte. Da werden Jungenderinnerungen wach.

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