Neue C-Klasse
Mercedes-Mittelklasse soll BMW-Kunden erobern

Baby-Benz ist lange vorbei, die C-Klasse ist mit mehr als 400.000 Zulassungen im Jahr längst der Mercedes-Bestseller. Die neue Generation soll die Fahrdynamik betonen, aber auch die Spritersparnis.
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Mit gewachsenen Ausmaßen, verändertem Design, überarbeitetem Innenraum, verbessertem Fahrwerk und neuem Leichtbaukonzept wird die nächste Generation der Mercedes C-Klasse auf den Markt kommen. Hingegen nur wenig verändert haben die Stuttgarter den Preis: Mit 33.558 Euro liegt der Einstiegsbenziner C180 lediglich 300 Euro über dem alten Modell. Drei Motorvarianten sind ab sofort bestellbar.

Schon optisch macht die neue C-Klasse klar: Hier bleibt vieles nicht, wie es war. Deutlich markanter und dynamischer als der konservative Vorgänger fährt die nächste Generation der Mittelklasse-Limousine vor. Sie übernimmt das moderne Markengesicht, wahlweise mit Zentralstern im Kühlergrill oder dem Klassiker auf der Motorhaube.

Von der Seite betonen mehrere Lichtkanten den neuen muskulösen Stil. Das breite, auffällige Heck trägt ähnlich schräge LED-Rückleuchten wie die neue S-Klasse. Die klassischen Proportionen allerdings – lange Motorhaube, kurze Überhänge – bleiben.

In einigen Dimensionen hat der früher einmal kleinste Benz deutlich zugelegt: So ist der Radstand um 8 Zentimeter, die Länge um 9,5 Zentimeter und die Breite um 4 Zentimeter gewachsen, der Raumgewinn soll vor allem den Fondpassagieren zugutekommen. Gleichzeitig hat die Limousine ordentlich abgespeckt: Dank neuem Leichtbaukonzept mit einem Aluminiumanteil von fast 50 Prozent – vorher waren es weniger als zehn Prozent – ist das Gesamtgewicht der C-Klasse um rund 100 Kilogramm gesunken.

Das wirkt sich zum einen auf den Verbrauch aus. So versprechen die Stuttgarter einen Minderkonsum von bis zu 20 Prozent. Zum anderen ermöglicht die Diät einen niedrigeren Schwerpunkt und damit sportlich-agilere Fahreigenschaften. Ein Attribut, auf das die Ingenieure bei der neuen Mittelklasse besonderen Wert gelegt haben wollen.

So soll ein komplett neu entwickeltes Fahrwerk der Limousine aus Stuttgart mehr Fahrdynamik verleihen als es bisher der Fall war. Fest im Blick ist dabei die Konkurrenz aus München, die seit langem sportliche Fahrer lockt, nun will auch Mercedes bei diesen Piloten punkten.

Die Vierlenker-Vorderachse wurde neu konstruiert, hinten die Raumlenker-Hinterachse optimiert. Highlight ist die neue, optionale Luftfederung an Vorder- und Hinterachse, die den Spagat zwischen den extremen Fahrmodi „Sport +“ und „Komfort“ schaffen soll.

Zur Markteinführung steht motorseitig zunächst Konventionelles auf dem Programm – was ja aber auf Mercedes-Niveau nichts Schlechtes heißen muss. Neben dem Einstiegsbenziner C 180 mit 115 kW/156 PS stehen zwei weitere Vierzylinder bereit: Der 1,9-Liter-Benziner C 200 (135 kW/184 PS), den es ab 36.414 Euro und damit für nur 100 Euro mehr als den Vorgänger zu kaufen gibt, sowie der 125 kW/170 PS starke Diesel C 220 Bluetec (38.675 Euro), der lediglich vier Liter pro 100 Kilometer verbrauchen soll.

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333 PS als vorläufige Leistungsspitze

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  • Klares, schnörkelloses Design, wertige Ausstrahlung, noch als kompakt bezeichenbare Abmasse und gute Übersichtlichkeit - das zeichnete den bisherigen Baby-Benz aus. Dafür nahm die überwiegend betuchte und meist ältere Kundschaft auch mal etwas mehr Geld in die Hand. Die neue C-Klasse macht an Hand der Fotos wiederum einen guten Eindruck, innen, wie auch Außen. Kompakt aber ist sie leider nicht mehr. Und preislich hebt sie ab, deutlich, auch im Vergleich zu BMW.

  • "Dank neuem Leichtbaukonzept mit einem Aluminiumanteil von fast 50 Prozent – vorher waren es weniger als zehn Prozent – ist das Gesamtgewicht der C-Klasse um rund 100 Kilogramm gesunken." Das klingt gut.

  • Und wieder waren die Planer/Entwickler nicht in der Lage, Heckscheibenwischer für Limousinen zu liefern. Dies können nur Ausländer! Warum sind Deutsche nur noch unfähig???????

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