Neue E-Klasse soll Mercedes-Image aufpolieren
Mit Sicherheit „gepfeilt“

Zur Hälfte ihrer Laufzeit hat Mercedes jetzt die E-Klasse überarbeitet. Mit serienmäßig eingebauter Sicherheitsausrüstung will Daimler-Chrysler das angeschlagene Image des Autos aufpolieren und die Qualitätsprobleme des Vorgängers vergessen machen.

HB FRANKFURT/NEW YORK. Mercedes-Benz stellt die neue Version der Baureihe unterhalb der S-Klasse am Mittwoch auf der New Yorker Autoshow vor. Limousine und Kombi kommen mit überarbeitetem Design, erweiterter Sicherheits- und Komfortausstattung, modifiziertem Fahrwerk und neuen Motoren in Deutschland am 10. Juni in den Handel. Der Stuttgarter Autobauer will damit auch Kunden zurück gewinnen, die wegen der Elektronikaussetzer der Vorgänger-Baureihe zu BMW oder der VW-Nobelmarke Audi abwanderten.

Seltsame Fehlermeldungen der komplizierten Bordelektronik hatten viele Mercedes-Fahrer erst gewundert und dann verärgert. „Die Qualitätsprobleme sind schon längst abgestellt, aber das Thema hängt uns nach“, räumt E-Klasse-Produktmanagerin Silke Kauer ein. „Es dauert länger, ein Image wieder herzustellen als es zu zerstören“, sagte Analyst Michael Raab vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Deshalb müsse Daimler-Chrysler sicherstellen, dass die neue E-Klasse besser funktioniere. „Wenn es eine weitere Welle von Qualitätsproblemen gäbe, wäre das ein Desaster.“

Als Konsequenz hat Mercedes die elektronischen Steuerungen und Funktionen bei der neuen E-Klasse kräftig entschlackt. Ein Verkaufsziel nennt Mercedes-Benz nicht. Der vor vier Jahren auf den Markt gebrachte Vorgänger hat sich mehr als eine Million Mal verkauft. Mit Marktanteilen von 30 Prozent in Westeuropa und 38 Prozent in Deutschland war sie bei Geschäftswagen trotz allem die erfolgreichste Baureihe.

Zu den Neuheiten der überarbeiteten E-Klasse gehören bis zu 26 Prozent stärkere Motoren, deren Kraftstoffverbrauch bei den meisten Modellen auf dem Niveau der alten Modellreihe liegt. Auffällig ist ein größerer Kühlergrill. Zumindest die Vier- und Sechs-Zylinder-Modelle kosten nicht mehr als ihre Vorgänger.

Die Preise bleiben zumindest für die Modellvarianten mit vier und acht Zylindern unverändert und beginnen der aktuellen Preisliste zufolge bei 36 424 Euro für den E 200 CDI und 40 020 Euro für das T-Modell.

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