Neue Feinstaubverordnung gilt seit 1. März: Experten: Millionen älteren Autos droht das Aus

Neue Feinstaubverordnung gilt seit 1. März
Experten: Millionen älteren Autos droht das Aus

Die neue Feinstaubverordnung dürfte nach Ansicht von Experten viele Besitzer eines älteren Autos zum Verkauf ihres Wagens zwingen, teilt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit.

dpa/gms KÖLN. Selbst optimistische Schätzungen gingen davon aus, dass in Deutschland deutlich mehr als drei Millionen Fahrzeuge aus Umweltschutzgründen verkauft oder stillgelegt werden müssen. Die Verordnung tritt am 1. März in Kraft. Sie soll eine Verringerung der Feinstaubbelastung in betroffenen Städten und Ballungsräumen bewirken und ermöglicht es den Kommunen, permanente Umweltzonen auszuweisen. In diesen Zonen dürfen dann nur noch Fahrzeuge fahren, die den Umweltanforderungen der Verordnung entsprechen. Dazu müssen sie mit einer Plakette gekennzeichnet werden. Für Fahrzeuge, die keine Plakette erhalten, gilt in den Umweltzonen ein Fahrverbot. Wer dort ohne Plakette fährt, muss mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in der Verkehrssünderkartei rechnen.

Allerdings hat bislang noch keine deutsche Stadt bzw. Kommune eine Umweltzone definiert bzw. ausgeschildert. Laut Umweltbundesamt planen 15 bis 20 Städte die Einrichtung von Umweltzonen.

Gemessen an der letzten Fahrzeugbestands-Erhebung des Kraftfahrt- Bundesamtes würden laut IW derzeit bundesweit 8,9 Millionen Kraftfahrzeug-Besitzer keine Plakette erhalten. Grund dafür sei das inzwischen recht hohe Alter der Fahrzeuge in Deutschland: Der Durchschnitts-PKW habe rund acht Jahre auf dem Buckel. Allerdings sei die Zahl als eine absolute Obergrenze zu verstehen, da jedes Jahr ohnehin mehrere Millionen zumeist alte Autos stillgelegt werden.

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