Neue Modelle für Europa
Ford erneuert sich schneller und öfter

Ford muss sparen. Und will moderner werden. "Wir starten die vielleicht größte Produkt-Offensive unserer Geschichte" sagt Stephen Odell, der Europa-Chef. Er will bald die jüngste Produktpalette der Branche anbieten.
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Paris/DüsseldorfMessen sind ja immer gute Gelegenheiten für Ankündigungen und Versprechen, da macht auf dem Autosalon in Paris auch Ford keine Ausnahme. "Wir starten die vielleicht größte Produkt-Offensive unserer Geschichte" sagt Stephen Odell, Präsident von Ford Europa. Dies geschieht allerdings vor dem Hintergrund einer durchaus angespannten Absatzsituation, die auch Ford zu Sparmaßnehmen zwingt. So wurde unmittelbar vor der Automesse bekannt, dass in der europäischen Produktion Jobs eingespart werden sollen.

Ford will aber auch in den nächsten Jahre die jüngste Produktpalette der gesamten Automobilbranche anbieten. Odells ehrgeiziger Plan sieht vor, in schnellerer Folge als je zuvor erscheinen demnächst neue Modelle in allen Pkw-Segmenten und bei den Leichten Nutzfahrzeugen. Die ersten Fahrzeuge zeigt das Unternehmen auf dem Pariser Automobilsalon, wie den vollkommen neu entwickelten Ford Mondeo, die kommende Generation des Bestsellers Ford Fiesta und den Familien-Pkw Ford Tourneo Connect. Mit dem ultrakompakten SUV Ford EcoSport beschreitet Ford ein neues Segment.

Bis 2017 wird das Spektrum der europäischen Personenwagen fast zweimal komplett erneuert oder durch neue Baureihen ergänzt. Auf diese Weise will die Marke innerhalb der kommenden Jahre die jüngsten und modernsten Modellfamilien überhaupt anbieten. Ähnlich ambitioniert sind die Ziele im Segment der Leichten Nutzfahrzeuge: Hier wird das gesamte Produktangebot bis 2017 rund 1,3 Mal neu aufgestellt – auch damit schlägt Ford ein höheres Innovationstempo an als der Wettbewerb.

Interne Prognosen gehen davon aus, dass der europäische Markt für Pkw und Leichte Nutzfahrzeuge in Europa inklusive Russland in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozent auf 23 Millionen Fahrzeuge pro Jahr zulegt. "Das eröffne realistische Wachstumschancen ,"selbst unter den derzeitigen Rahmenbedingungen", prognostiziert Odell.

Für den zweitgrößten US-Autobauer arbeiten derzeit in Europa rund 66.000 Mitarbeiter, die größte Gruppe davon ist in Deutschland angestellt. Im Juli hatte Ford angesichts der Absatzflaute auf dem europäischen Markt bereits Einschnitte angekündigt.

Ford erwartet dieses Jahr in Europa einen Verlust von über einer Milliarde Dollar und strukturiert seine Produktion um. Der Absatz von Ford war in Europa im August um 29 Prozent eingebrochen, die gesamte Branche verzeichnete dagegen einen Rückgang um 8,5 Prozent. 

Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt Online / Redakteur
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motor-informations-dienst / global-press

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