Neue Vielfalt nicht ohne Probleme
Mehr Elektronik für die Mittelklasse

dpa BADEN-BADEN. Elektronische Sicherheitssysteme, die bisher nur in Fahrzeuge der Premiumklasse eingebaut werden, sollen zunehmend auch Käufern von Mittelklasse-Autos zugute kommen. Das sagten Sprecher der Automobilindustrie anlässlich des 13. Internationalen Kongresses „Elektronik im Kraftfahrzeug“ (10. bis 11. Oktober) des Vereins Deutscher Ingenieure VDI in Baden-Baden. Dazu gehörten Systeme wie die Einparkhilfe, Abstandskontrolle oder Warnungen beim Verlassen der Fahrspur.

Noch in der Entwicklung befänden sich Systeme wie „Car to Car“ oder „Car to Infrastructure“, hieß es auf der Tagung. Dabei werden dem Fahrer Staus oder auch noch nicht sichtbare Fahrbahnhindernisse in 50 bis 100 Kilometer Entfernung gemeldet und gegebenenfalls Notrufe ausgelöst. Die Autobauer erwarten, dass sich bis zur zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts klare Standards im Markt herauskristallisieren.

Die Vielfalt der neuen Möglichkeiten stelle die Automobilindustrie jedoch vor neue Probleme. So müsse es dem Autofahrer möglich sein, Informationen seines Autos aufzunehmen, ohne zu sehr abgelenkt zu werden. „Der Schlüssel für die Akzeptanz beim Autofahrer liegt im Bedienkomfort“, sagte der Entwicklungsleiter bei Volkswagen, Volkmar Tanneberger. Daher werde das Wolfsburger Unternehmen „in Kürze“ Produkte vorstellen, die auf Sprache reagierten.

Große Bedeutung hat die Elektronik auch für die Kraftstoff-Einsparung und damit für den Klimaschutz. Wolfgang Runge, der Vorsitzende des Programmausschusses der VDI-Tagung, verwies auf den Fortschritt der Getriebeentwicklung. Von den ersten Drei-Gang-Automaten in den 70er Jahren bis zu den aktuellen Sechs-Gang-Automaten seien 16 Prozent Verbrauchseinsparung erzielt worden. Weitere sechs Prozent könnten mit Acht-Gang-Automaten eingespart werden.

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