Neuer Billig-Wagen
Peugeot setzt auf den 206 für Brasilien

Der französische Autokonzern PSA Peugeot-Citroën will mit Hilfe des erfolgreichen Kleinwagens Peugeot 206 den Marktanteil in Südamerika erhöhen. Die Plattform des Bestsellers soll dabei als Basis für den neuen Billig-Wagen dienen.

PARIS. Nach Information der Handelsblatt-Partnerzeitung „La Tribune“ soll das geplante neue Billigauto für den Markt Südamerika auf dem Peugeot 206 basieren – allerdings in abgespeckter Form. Der Wagen soll im Laufe des Jahres 2009 auf den Markt kommen und umgerechnet weniger als 10 000 Euro kosten.

Des weiteren plant Peugeot, den ursprünglich für den Iran konzipierten Peugeot 206 mit Stufenheck nun auch in Südamerika zu produzieren und zu vermarkten. Das Fahrzeug soll Mitte des nächsten Jahres in Brasilien und Argentinien angeboten werden. Bei einem Pressegespräch mit Journalisten bei einer Südamerika-Reise sagte Konzern-Chef Christian Streiff selbst, dass der Konzern „das Potenzial von Bestsellern wie dem 206 maximal ausnutzen muss“.

Anfang der Woche hat Europas zweitgrößter Autohersteller seine Ambitionen für die schnell wachsenden Märkte Südamerikas unterstrichen. Die Produktionskapazitäten der beiden Autofabriken in Brasilien und Argentinien ist im Dezember auf 300 000 Wagen aufgestockt worden und soll bis 2010 auf bis zu 500 000 Autos steigen. Der Absatz soll den Kapazitäten folgen. Bis Ende Oktober verkaufte der Konzern in der Region rund 172 000 Autos und wuchs damit schneller (plus 32 Prozent) als der Markt (plus 28 Prozent).

PSA will daher bis zum Jahr 2010 rund 500 Mill. Dollar in der Region in neue Produktionskapazitäten und neue Modelle investieren. Zwölf neue Autos, darunter das günstige Einstiegsmodell, will das Unternehmen bis zu diesem Stichtag auf die Mercosur-Märkte bringen.

Mit einem Marktanteil von derzeit 5,4 Prozent im wichtigen Land Brasilien spielen die Konzernmarken Peugeot und Citroën aber bisher nur eine Außenseiter-Rolle im Vergleich mit den Platzhirschen Fiat, VW, Chevrolet und Ford. Streiff will Ford (rund neun Prozent Marktanteil) in Brasilien einholen. Dazu muss der Konzern nach Ansicht von Analysten aber ein wettbewerbsfähiges Angebot bei günstigen Kleinwagen haben, wie dem „Gol“ von Volkswagen. Dieses Segment mit Flex-Fuel-Motoren, die sowohl Benzin als auch Ethanol verarbeiten können, sind der Haupt-Absatzträger in Brasilien. Bisher knausert Peugeot mit Details, wie der neue Einstiegswagen in dem Segment aussehen soll, jetzt sickern erste Details durch.

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