Neuer Focus kommt im November
Ford setzt auf Modellvarianten

Der Autokonzern Ford setzt immer stärker auf Modellvarianten, um die verschiedensten Kundengruppen zu erreichen. Bestes Beispiel dafür ist der neue Ford Focus, der im November in drei Fahrzeugvarianten auf den Markt kommen wird und in der Kompaktklasse Opel Astra und VW Golf Konkurrenz machen soll.

HB PARIS. „Wir sprechen Kunden an, die Design und Qualität suchen, sowie Menschen, die ein luxuriöses Angebot wollen, und sportliche Fahrer“, sagte der Vorstandschef der deutschen Ford-Werke AG, Bernhard Mattes, am Mittwoch der dpa auf dem Automobilsalon in Paris.

Die Focus-Familie kommt am 13. November gleichzeitig auf den Markt. Neben dem Drei- und Fünftürer folgt das Kombimodell Turnier wenige Wochen später. Der Viertürer wird im Frühjahr 2005 zu den Händlern rollen. Zugleich präsentierte Ford in Paris ein Focus- „Vignale“-Konzept, ein Cabrio mit versenkbarem Stahldach. „Wir wollen die Kundenreaktionen abwarten, eine Entscheidung darüber gibt es noch nicht“, sagte Mattes. „Die Segmente fächern sich immer mehr in Subsegmente auf, die sehen wir uns genau an.“

Bis zu 500 000 Focus-Wagen kann Ford 2005 in Europa produzieren, davon 73 100 für den deutschen Markt. Ziel sei eine Steigerung des Focus-Marktanteils von derzeit 2,5 Prozent auf 3 Prozent in Deutschland. „Wir können in diese Richtung wachsen, aber wir wollen profitabel wachsen“, sagte Mattes. Der neue Focus soll in der heiß umkämpften Kompaktklasse den Konkurrenten Opel Astra und VW Golf den Kampf ansagen. Mit 14 375 Euro für die Basisausstattung liegt der Focus gut 900 Euro unter dem Konkurrenten Golf mit 15 220 Euro. „Wir nutzen die Technologie und Bauteile von anderen Konzernmarken“, erklärte der Vorstandschef. Mehr als 30 Prozent seiner Komponenten teilt sich der neue Focus mit dem Mazda 3, dem Volvo S40/V50 und dem Kompaktvan C-Max.

Im Gegensatz zu Opel und Volkswagen, wo derzeit Tarifgespräche über Arbeitszeitverlängerung und Kosteneinsparungen geführt werden, hält Mattes kein neues Gesamtsparpaket für Ford nötig. „Wir haben unsere Hausaufgaben bereits gemacht und im laufenden Jahr 450 Millionen Dollar eingespart.“ Man suche laufend nach Sparpotenzial, zum Beispiel bei den Materialkosten. Im laufenden Jahr werde Ford sein Ergebnis in Europa um mindestens 900 Millionen Dollar verbessern und einen Verlust von 100 bis 200 Millionen Dollar erzielen. 2003 hatte sich der Verlust auf 1,1 Milliarden Dollar summiert. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Mattes.

Aktuelle Bilder vom Pariser Autosalon finden Sie hier

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