
Köln/DüsseldorfDas Konzeptfahrzeug Evos von Ford war einer der Stars der diesjährigen IAA. Denn das Coupé ist ein echter Hingucker und das nicht nur, wenn die vier Türen beim Öffnen wie Flügel nach oben schwingen. Auch das restliche Blech zeigt, was Ford für die Zukunft plant: schicke, dynamische Modelle, die mit viel Bewegung in der Oberfläche für eine neue Frische in der Modellpalette des Herstellers sorgen sollen.
Der Evos wird zwar in der Form, in der wir ihn auf der IAA gesehen haben, niemals in Serie gehen. Dennoch werden einige Elemente der Designstudie den Ford-Kunden in den kommenden Jahren in den Showrooms der Händler begegnen. Den Anfang macht der neue Mondeo, der 2013 nach Deutschland kommt, dann aber seinen Konkurrenten das Leben etwas schwerer machen wird.

Das Kinetic-Design der vergangenen Jahre ist Geschichte, Ford wagt den Neuanfang. Einen ersten Ausblick auf die kommende Designsprache gibt das Evos Concept, dass auf der IAA in Frankfurt für viel Aufsehen sorgte.

Das groß aufgerissene Maul an der Front ist verschwunden, der Kühlergrill deutlich geschrumpft. Stattdessen prägen die schmalen LED-Scheinwerfer und die ausgeprägten Sicken auf der Motorhaube die Ansicht von vorne.

Die gegenläufig öffnenden Flügeltüren des viersitzigen Coupes dürften es aber nicht bis in die Serienproduktion schaffen. Auch wenn sie scharf aussehen.

Die Seitenlinie mit kurzen Überhängen und einem knackig abfallendem Heck erinnert an ein zweitüriges Sportcoupé. Die Designer bezeichnen das Evos Concept allerdings als viertüriges Coupé à la Mercedes CLS.

Von der Seite gesehen ist kein Stück Blech gerade, konvexe und konkave Schwünge werden von harten Kanten unterbrochen. So könnte man sich einen muskulösen Mondeo vorstellen.

Der Zugang zu den hinteren Plätzen fällt durch die fehlende B-Säule leicht. Es könnte nur etwas schwieriger werden, aus den tiefen Sitzschalen wieder hoch zu kommen.

Tasten gibt es im Cockpit des Evos Concept kaum noch, Touchscreen heißt die Lösung der Designer. Sieht nett aus, ist aber nicht praxistauglich.

Unter der Haube steckt ein Plug-In-Hybrid, der bis zu 60 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Mit dem zwei Liter großen Benziner soll die Reichweite dann auf 800 Kilometer steigen.
Das Kinetic-Design der vergangenen Jahre ist Geschichte, Ford wagt den Neuanfang. Einen ersten Ausblick auf die kommende Designsprache gibt das Evos Concept, dass auf der IAA in Frankfurt für viel Aufsehen sorgte.
Eine aktuelle Prognose von IHS Automotive, die von "Auto Straßenverkehr" zitiert wird, bescheinigt dem Mondeo, dass er im Jahr seiner Neuerscheinung den Opel Insignia vom zweiten Rang der hiesigen Mittelklasse-Hitliste stoßen wird. Der Passat bleibt hingegen traditionell relativ unbeeindruckt von der sportlichen Neuauflage der Kölner.
Der neue Mondeo wird zunächst in den USA auf den Markt kommen und ein Jahr später nach Deutschland rollen. Die Basis bildet die neue C/D-Architektur, auf der künftig alle Mittelklassemodelle von Ford aufbauen werden, also auch der nächste S-Max und der neue Galaxy. Wie bereits der neue Focus soll auch der Mondeo mit jeder Menge Assistenzsystemen punkten, wie zum Beispiel einem Müdigkeitswarner oder einem Notbremsassistent. Auch eine neue Sprachsteuerung soll laut "Auto Straßenverkehr" mit an Bord sein. Beim Motorenangebot und den Abmessungen verändert sich hingegen nur wenig.